Biodiversitätserhalt und nachhaltige Waldbewirtschaftung IX
Die Demokratische Republik Kongo beherbergt einen der größten und artenreichsten Regenwälder der Welt, die eine entscheidende Rolle für die globale Biodiversität und Klima spielt. Diese einzigartigen Ökosysteme sind u.a. durch Abholzung, illegale Jagd, Bergbau und Landwirtschaft gefährdet.
Ziel des Vorhabens ist ein verstärkter Schutz der Biodiversität im Nationalpark Kahuzi-Biéga (PNKB) und im Okapi-Wildtierreservat (RFO) mit dier Verbesserung der Lebensbedingungen der Anrainer in ausgewählten Zonen um diese Gebiete.
Wesentliche Maßnahmen umfassen die Verbesserung des Zugangs zu Basisdienstleistengen (Trinkwasser, Sanitär, Bildung); Bau und Renovierung sozio-ökonomischer Infrastruktur (Schulen, WASH); Entwicklung und Professionalisierung nachhaltiger landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten und Förderung einkommensschaffender Aktivitäten durch neue Techniken und Ansätze, Ausbildung und nachhaltiger Finanzierungsinstrumente (Mikro-Kredite, Dorfsparkassen); Verbesserung des Zugangs zu Ausbildung (u.a. Schulgebühren, Uni-Stipendien, Alphabetisierung), vor allem für die indigene Bevölkerung, und sozio-ökonomische Bildung (Technical/Vocational Education and Training, Train-the-Trainer). Bedürfnisse von Frauen werden besonders berücksichtigt. Die Rechte indigener Völker und Umsetzung von Safeguards-Maßnahmen (u.a. Ausweitung lokaler Beschwerde-Mechanismen) werden gestärkt, verbunden mit verbessertem Mitspracherecht der IP&LC bei der Erarbeitung und Durchführung von Maßnahmen. Gemeinschaftsforstkonzessionen werden geplant und umgesetzt und lokale Entwicklungspläne und kommunaler Verwaltungsstrukturen gestärkt.
Träger des Vorhabens ist die kongolesische Naturschutzbehörde ICCN. Umsetzungspartner ist WCS. Die Zielgruppe umfasst die überwiegend armen ländlichen Bevölkerungsgruppen, die in und um die Schutzgebiete leben. Indirekt profitiert die gesamte Weltbevölkerung von den Beiträgen des Vorhabens zum Erhalt der Biodiversität und zum Klimaschutz.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Die Phase IX wurde aufgrund der folgenden Risiken in der Kategorie USVP A bestätigt: hohe Reputationsrisiken im Zusammenhang mit den Risiken von Menschenrechtsverletzungen bei der Bekämpfung der Wilderei und beim Schutz von Schutzgebieten, Risiken im Zusammenhang mit der Sicherheitslage in der Projektregion und geringe Fähigkeiten des ICCN zum USVP/MR Risikomanagement trotz der eingesetzten Unterstützungskapazitäten. Diese Stellungnahme ergänzt und aktualisiert die Umweltanlage die für die PBF V-VIII erstellt wurde. Das ESCP der Phase V-VIII wird derzeit umgesetzt. Der Implementierungsberater hat ESDD durchgeführt, um die aktuelle Situation zu bewerten. Der Leiter der Menschenrechtszelle wurde im Sommer 2025 extern beim ICCN eingestellt, aber es wurden wenig weiteren konkreten Ergebnisse in diesem Punkt festgestellt, obwohl eine langfristig USVP/MR Expertin im Team des Implementierungsconsultant und USVP-Verantwortlichen auf der Ebene der verschiedenen Schutzgebiete teileweise von den NGOs mobilisiert sind. Die KfW verlangte im ESCP, dass jeder Teil einer ESDD unterzogen wird, um die Hauptrisiken für die Aspekte E&S, aber auch Menschenrechte zu ermitteln. Zu den Maßnahmen, die darauf abzielen, Risiken für die Menschenrechte im PNKB zu verhindern und zu minimieren, gehören: Stärkung der MR-Abteilung/-Prozeduren sowohl in der ICCN-Zentrale als auch auf Park-Ebene: Umwelt- und Sozialaktionsplan, Beschwerdemechanismen, Ausbildung von Parkwächtern nach int. Standards. Die Umsetzung des Bukavu-Roadmap (Schulbildung, Landsicherung) trug dazu bei, die Spannungen zwischen den Batwa und der PNKB zu verringern. Da jedoch einige der geplanten Aktivitäten, die Frauen betreffen, nicht durchgeführt wurden, treten sie in das PNKB ein, um Waldprodukte zu ernten und ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die Parkwächter sind weiterhin in unzureichende Anzahl, nicht professionell ausgerüstet, was zur Gefährdung der eigenen Sicherheit beiträgt. Die Empfehlungen der Untersuchungskommission und der Vereinbarungen des MoU zwischen ICCN und BMZ wurden umgesetzt. WCS hat einen Beschwerdemechanismus für den PNKB entwickelt, der in 34 Gemeinden im Hochland funktionsfähig ist, mit einem Team, das ihn überwacht und eng mit dem WCS Safeguards Manager zusammenarbeitet. Der Mechanismus wird aktuell auf weitere Anrainergemeinden im Tiefland ausgeweitet. Er wird durch weitere Maßnahmen kontinuierlich gestärkt und ausgebaut. Bei der Beschwerdemechanismus (MGP) wurden einige Mängel festgestellt, wie Mangel an ausgebildetem Personal oder die Harmonisierung der Mechanismen zwischen den Parks. In der RFO können Bedrohungen (Bevölkerungswachstum, Präsenz chinesischer Bergbauunternehme, Sicherheitskontext insgesamt) die Integrität der PA langfristig gefährden oder ganze Teile davon ausschließen. Die Absicherung bestimmter Gebiete der RFO, um ihre Unversehrtheit und ihr Überleben durch Gewalt zu sichern, ist unweigerlich mit einem gewissen Maß an menschlichem Risiko verbunden. Bei der RFO wurde ein MGP-Draft erstellt. Die ICCN ist in der Lage, die Vorwürfe zu kommunizieren, um ihnen entgegenzuwirken oder ihre Korrekturmaßnahmen gegenüber der Bevölkerung zu demonstrieren. Mit der Ernennung einer Anlaufstelle für das sich MGP wird es für alle Personen zugänglich sein, die mit der Stätte in Kontakt stehen, einschließlich der Gemeinschaften, der PA, aber auch für Besucher. Dieses MGP soll ein unabhängiger Beschwerdemechanismus sein. Die Untersuchungen werden von einer unabhängigen Stelle durchgeführt, sofern dies nicht unter die herkömmlichen Beschwerden fällt. Zu den wichtigsten Maßnahmen, die im Anschluss an die Analyse der kontextuellen Risiken vorgeschlagen wurden, zählten die Benennung einer Anlaufstelle für Menschenrechte als Verbindungsstelle zur CDH ICCN; die Umsetzung der SOP; die Wiederaufnahme der Risikoanalyse für ein besseres Management und eine bessere Anwendung von Risikominderungsmaßnahmen; und die Umsetzung der NES-Politik und des MGP.
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