Biodiversität und Naturschutzgebiete
Ziel der Maßnahme ist die Konsolidierung des Managements der Schutzgebiete (SG) des Biosphärenreservats Chaco (BRCh) durch das Umweltministerium (Ministerio de Ambiente y Desarrollo Sostenible - MADES). Das Biosphärenreservat Chaco befindet sich im Norden Paraguays und umfasst sechs Kerngebiete, welche in unterschiedlichem Maße durch das Vorhaben gefördert werden: Parque Nacional Defensores del Chaco, Parque Nacional Médanos del Chaco, Parque Nacional Rio Negro, Parque Nacional Teniente Agripino Enciso, Reserva Natural Cerro Cabrera-Timanaé und Monumento Natural Chovoreca). Es sind folgende Outputs vorgesehen: 1. Herstellung der Grundvoraussetzungen für ein effektives Management der Schutzgebiete des Biosphärenreservats Chaco; 2. Stärkung des Umweltministeriums MADES für ein effektives Management der Schutzgebiete des Biosphärenreservats Chaco.
Zuschussempfänger ist das Umweltministerium MADES, das Vorhaben wird durch die NRO WWF-Paraguay implementiert.
Direkte Zielgruppe ist die ländliche und insbesondere indigene Bevölkerung, die in und im Umfeld der Schutzgebiete lebt und deren Lebensgrundlage von der Nutzung der natürlichen Ressourcen abhängt. Zur direkten Zielgruppe zählt auch das Personal des MADES, das für die Verwaltung der Schutzgebiete des BRCh zuständig ist.
Indirekt profitiert die gesamte Bevölkerung im Umfeld der Schutzgebiete, durch den Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und ihrer Ökosystemleistungen.
Die Gesamtkosten schätzen wir auf 7,0 Mio. EUR, wovon 85 % (6 Mio. EUR) aus dem FZ-Zuschuss gedeckt werden.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Ziel des FZ-Moduls ist die Konsolidierung des Managements der Schutzgebiete (SG) des Biosphärenreservats Chaco (BRCh) durch das Umweltministerium (MADES). Das Vorhaben wurde in die USVP Kategorie B+ eingestuft, vor allem wegen des moderaten Risikos, dass infolge einer verstärkten Präsenz als auch einer besseren Kontrolle und Überwachung der SG Nutzungs- und Zugangsbeschränkungen für die lokale Bevölkerung entstehen könnten (Weltbankstandard 5), sowie aufgrund der Präsenz indigener Völker (Weltbankstandard 7), darunter nicht-kontaktierte Gruppen. Zur Minimierung potenzieller ökologischer und sozialer Risiken und deren Auswirkungen wird ein Umwelt- und Sozialmanagementrahmenplan (Marco de Gestión Ambiental & Social - MGAS) mit einem Aktionsplan unter der Verantwortung von WWF-Paraguay als Durchführungsorganisation vor Ort erstellt werden. Im Allgemeinen verfolgt das Vorhaben einen inklusiven und partizipativen Beteiligungsansatz, sodass mögliche Nutzungseinschränkungen mit der lokalen Bevölkerung abgestimmt werden müssen, zusätzlich zu der Förderung von Initiativen für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen als Ausgleich für mögliche Nutzungseinschränkungen. Der MGAS wird einen partizipativen Plan zur Einbeziehung der Interessengruppen und - falls erforderlich - einen Plan für die Einbeziehung indigener Völker sowie einen Beschwerdemechanismus enthalten.
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