Bewirtschaftungsplan und Rehabilitierung des Kanals Laaroussia im Rahmen von IWRM - Darlehen
Das FZ-Programm (FZ-Modul) "Bewirtschaftungsplan Laaroussia im Rahmen von IWRM" sieht einerseits die umfassende Rehabilitierung des Kanals Laaroussia, die Hauptwasserader der Pro-grammregion, andererseits die Modernisierung von überalterten, auf Schwerkraft beruhenden Bewässerungsperimetern auf einer Fläche von ca. 30.000 ha im unteren Medjerdatal in der Nähe von Tunis vor. Zudem ist die Rehabilitierung der maroden und einsturzgefährdeten Pumpstation El Battan, die den Perimeter Borj el Amri mit Bewässerungswasser versorgt, sowie die Modernisierung der dazugehörigen Infrastruktur wie Druckleitungen und Speicherbecken vorgesehen. Ziel des Themenvorhabens ist, den bisherigen Betrieb der Bewässerungsinfrastruktur durch eine integrierte Nutzung so zu verbessern, dass Effizienzsteigerungen verbunden mit einer Einsparung bei den Oberflächen- und Grundwasserressourcen erreicht werden. Direkte Zielgruppe ist die ländliche Bevölkerung im Programmgebiet, die dazu befähigt wird, die modernisierten Bewässerungssysteme in Übereinstimmung mit dem Programmziel unabhängig, effizient und nachhaltig zu betreiben und zu erhalten.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wird entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW in die USVP-Kategorie B eingeordnet (moderate Umwelt- und Sozialrisiken). Die Hauptrisiken sind hier Arbeitsschutzrisiken auf Baustellen (unter Berücksichtigung von möglichem Umgang mit Gefahrstoffen wie z.B. Asbest, sowie Arbeiten mit schwerem Gerät, Hoch- und Tiefbauarbeiten). Diese Arbeitsrisiken können durch eine detaillierte Erkundung auf Schadstoffe im Vorfeld, durch sorgfältige Planung und Überwachung der Arbeitsschutzmaßnahmen durch den Projektträger und den Durchführungsconsultant kontrolliert werden. Identifizierte potenzielle negative Auswirkungen des Vorhabens auf die Anrainer umfassen zudem Lärm, Abgase, Staub durch erhöhtes Verkehrsaufkommen und den Einsatz von Maschinen, sowie ein erhöhtes Verkehrsunfallrisko. Die Notwendigkeit des zusätzlichen Erwerbs von kleineren angrenzenden Landparzellen wird noch geprüft und kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Umsiedlungen werden nicht erforderlich, dagegen können temporäre und permanente Einschränkungen der Nutzung in geringem Umfang nicht ausgeschlossen werden. Für das Themenvorhaben werden eine vertiefte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie (USVS) erstellt und Maßnahmen zum Management der Risiken und Auswirkungen entwickelt und in entsprechenden Umwelt- und Sozialmanagementplänen (USMP) festgehalten. Für das Vorhaben wird zudem ein Stakeholder Engagement Plan, einschließlich eines projektspezifischen Beschwerdemechanismus, entwickelt und umgesetzt. Die USVS und der USMP werden durch einen internationalen Durchführungsconsultant entwickelt, der auch den Projektträger bei der Überwachung der Umsetzung des USMP unterstützt.
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