Beteiligung an der mosambikanischen Stiftung für Naturschutz und Biodiversität - BIOFUND III

Mosambik verfügt über mehrere terrestrische und marine Naturräume von herausragender globaler Bedeutung. Diese sind in absolute Schutzgebiete (Naturreservate, Naturparks sowie Kultur- und Nationalmonumente) und Schutzgebiete mit nachhaltiger Nutzung der natürlichen Ressourcen unterteilt. Die Schutzgebiete umfassen ca. 26% der Landesfläche. Die Wilderei auf Nashörner und Elefanten stellt ein großes Problem dar. Die wesentlichen Hindernisse für den nachhaltigen Schutz der Biodiversität sind insbesondere die Mängel an qualifizierten personellen Ressourcen, die ein adäquates Management der Schutzgebiete ermöglichen würden, sowie das Fehlen einer langfristigen und verlässlichen Finanzierung, welche zumindest die laufenden Kosten des Managements der Schutzgebiete decken kann.
Als Antwort auf diese Problemstellung wurde unter Einbeziehung der Gebergemeinschaft und des WWF seit 2007 die Einrichtung einer Umweltstiftung vorangetrieben. Der BIOFUND soll vor allem einen Beitrag zur nachhaltigen Finanzierung der Betriebskosten (exklusive Lohnkosten) der Schutzgebiete leisten.
Das FZ-Vorhaben - hier vorratsgeprüfter Finanzierungsvorschlag für ¤ 9 Mio. für die dritte Phase - soll durch die finanzielle Ausstattung der Umweltstiftung BIOFUND einen Beitrag zur nachhaltigen Finanzierung des mos. Nationalparksystems leisten, indem Zinserträge aus dem Stiftungsvermögen zur Deckung eines Teils der laufenden Kosten von Schutzgebieten (exklusive Lohnkosten) verwendet werden. Dadurch sollen der langfristige Schutz und der Erhalt der marinen und terrestrischen Biodiversität und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in den Naturschutzgebieten Mosambiks sichergestellt werden. Durch die Kapitalerhöhung der Stiftung kann der Deckungsgrad der lohnkostenfreien Betriebskosten aus jährlichen Zinsüberschüssen erhöht werden, sodass Effektivität, Signifikanz und Nachhaltigkeit des deutschen Beitrags gesteigert werden.
Besonders die Menschen, die in der Nähe der Nationalparks leben, profitieren von deren Ausbau und Entwicklung durch die Entstehung von Arbeitsplätzen im Parkmanagement sowie mittel- bis langfristig im Tourismus. In den ländlichen Gebieten im Umfeld der Nationalparks lebt meist der ärmste Teil der Bevölkerung von Mosambik mit einem Einkommen von unter USD 1,25 pro Kopf pro Tag. Insofern leistet die Maßnahme durch die finanzielle Absicherung der Parkstrukturen einen Beitrag zur Armutsminderung.
Angesichts der begrenzten Haushaltsmittel der mosambikanischen Regierung für das Schutzgebietssystems wird der Betrieb der Schutzgebiete auch bei zukünftig ansteigenden Eigeneinnahmen der Schutzgebiete externe Unterstützung benötigen. Die privatrechtlich organisierte Stiftung BIOFUND ist ein wesentliches Instrument, um Naturschutzinvestitionen in ökonomisch schwachen Ländern wie Mosambik nachhaltig abzusichern.
Um den Stiftungszweck des BIOFUND langfristig zu sichern, sind die bisherigen Zuwendungen an die Stiftung jedoch noch nicht ausreichend. Zur nachhaltigen Deckung der Betriebskosten muss der BIOFUND neue Zusagen akquirieren. Ein weiteres Risiko besteht in den fehlenden finanziellen Ressourcen für einen ausreichenden Personalbestand in den Schutzgebieten. Da die Zuwendungen aus dem BIOFUND lediglich für die lohnkostenfreien Betriebskosten der Schutzgebiete vorgesehen sind, liegt die Verantwortung der Zahlung der Gehälter bei der mosambikanischen Regierung.

Land / Region / Institution Mosambik
Nummer 35114
Schwerpunkt Umwelt und Klima
Sektor 41030 - Biodiversität
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 8,985 Mio. EUR
Status abgeschlossen
Auftraggeber BMZ
Projektpartner FUNDACAO PARA A CONSERVACAO DA BIODIVERSIDADE BIOFUND
Zuständige Abteilung Zentrales und südliches Afrika

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