Beschäftigungswirksame integrierte Siedlungsabfallwirtschaft
Das Vorhaben verfolgt das Ziel, durch die Schaffung von Kapazitäten zur Abfallbehandlung einen Beitrag zum Aufbau eines umwelt-, ressourcen- und klimaschonenden Siedlungsabfallentsorgungssystems in Jordanien zu leisten. Das Vorhaben umfasst Bau und Ausstattung einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage zur Verwertung von Mischabfällen sowie getrennt gesammelter Organik und Wertstoffen. Die Anlage wird Kompost, Recyclingmaterialien, Ersatzbrennstoff sowie Deponieabdeckmaterial herstellen können. Im Rahmen der Begleitmaßnahmen soll das Personal des Projektträgers, die Stadtverwaltung Amman, im Betrieb der geschaffenen Infrastruktur geschult werden. Teil der kapazitätsbildenden Maßnahmen ist zudem die Unterstützung bei der Nachfragentwicklung für die oben genannten Produkte.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben sieht als zentralen Bestandteil den Bau und die Ausstattung einer Anlage zur mechanisch-biologischen Behandlung von Abfällen in der Hauptstadt Amman. Ziel ist es, das zu deponierende Abfallvolumen und die Sickerwasserbildung auf der Zentraldeponie Ammans zu verringern und so die knappen Grundwasserressourcen des Landes zu schützen. Gleichzeitig sollen für den Bau und den Betrieb der Anlage neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Von den geplanten Maßnahmen könnten zwar potenziell negative Umwelt- und Sozialwirkungen ausgehen, insbesondere in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, öffentliche Sicherheit und Gesundheit sowie Sicherheit von Anwohnern. Da diese Risiken jedoch auf den Standort begrenzt sind und mit Gegenmaßnahmen nach dem Standard der Technik bzw. mit Standardlösungen gemindert werden können, wurde das Vorhaben im Rahmen der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung mit der U-&S-Risikokategorie B eingestuft. Für die Umsetzung und Überwachung der Maßnahmen ist die Greater Amman Municipality (GAM) als Projektträger verantwortlich. Ihr gehört das Gelände der geplanten Anlage, weshalb eine Enteignung von Land nicht notwendig sein wird. GAM wird den Anlagenbetrieb für die ersten drei Jahre an ein privates Unternehmen beauftragen. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde eine Environmental and Social Impact Assessment (ESIA) - Studie erstellt, die im Zuge der Ausführungsplanung durch den internationalen Durchführungsconsultant aktualisiert werden wird. Dieser wird auch einen Umwelt- und Sozialmanagementplan erarbeiten, der Maßnahmen zur Mitigierung der Projektrisiken sowie einen Beschwerdemechanismus umfasst und für den Anlagenbetreiber verpflichtend ist. Zudem soll.ein Stakeholder Engagement Plan (SEP) zur Einbeziehung der Bevölkerung entwickelt und umgesetzt werden.
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