Beschäftigungsförderung und soziale Kohäsion in Syrien

Nach dem Sturz des Assad-Regime im Dezember 2024 und dem Einsatz der neuen Übergangsregierung ist die wirtschaftliche und humanitäre Lage in Syrien weiterhin prekär: Das Bruttoinlandsprodukt ist stark geschrumpft, die Armut und Arbeitslosigkeit sind hoch, das Bildungssystem und die Gesundheitsinfrastruktur sind weitgehend zerstört, und die Herausforderungen durch Binnenflucht sowie Rückkehrbewegungen belasten die Gesellschaft zusätzlich. Die Ziel des Vorhabens ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der sozio-ökonomischen Lebensbedingung der lokalen Bevölkerung, Rückkehrenden und Binnengeflüchteten in aufnehmenden Gemeinden Syriens durch kurzfristige Beschäftigungsförderung und mittelfristig einkommenswahrende oder -schaffende Maßnahmen zu leisten. Die Zielgruppe besteht aus lokaler syrischer Bevölkerung, Rückkehrenden und Binnengeflüchteten. Besonders gefördert werden sollen zudem Frauen und Menschen mit Behinderungen. Die Maßnahmen sehen die Schaffung von Beschäftigungen vor, insbesondere durch Cash-for-Work-Maßnahmen zur kurzfristigen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Zielgruppe. Im Rahmen der kurzfristigen Jobs sollen Rehabilitierungsarbeiten an sozialer Infrastruktur (Schulen, TVET-Zentren, Gesundheitszentren) sowie deren Ausstattung mit PV-Anlagen umgesetzt werden. Darüber hinaus sollen mittelfristige Selbständigkeitsperspektiven durch Zuschüsse, Training, Beratung und Jobvermittlung sowie Beschaffung von Produktionsmitteln für KKMU geschaffen werden. Projektträger und Empfänger ist UNDP Syrien.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Dieses Vorhaben wird hinsichtlich der Umwelt- und Sozialverträglichkeit n in die Risikokategorie B eingestuft. USVP-Relevanz besitzen die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen innerhalb der Aktivität: Rehabilitierung der sozioökonomischen Infrastruktur durch Engagement des Privatsektors und Sicherstellung des Zugangs zu erschwinglicher Energie für Sozialgebäude. Die beiden Aktivitäten bestehen aus Rehabilitierungsarbeiten an Schulen, TVET-Zentren und Krankenstationen und der Errichtung von kleinen Solaranlagen. Mögliche Risiken liegen in der Beachtung von Arbeitsstandards, des Arbeitsschutzes sowie der möglichen vorübergehenden Beeinträchtigung von Anwohnern durch Baustellen bei Rehabilitierungsmaßnahmen. UNDP wird für die o.g. Aktivitäten mit USVP-Relevanz einen Environmental and Social Code of Practice (ESCOP) erstellen. Der ESCOP soll Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen für Baumaßnahmen sein und jeweils in die Bauverträge integriert werden. UNDP wird den bereits bestehenden Beschwerdemechanismus anwenden.

Land / Region / Institution Arabische Republik Syrien
Nummer 64012
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 16020 - Beschäftigungsmöglichkeiten
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 26,5 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS DEVELOPMENT PROGRAMME (UNDP)
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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