Beschäftigungsförderung und Resilienzstärkung (BRIDGES/ Phase IV)
Der Projektträger Danish Refugee Council (DRC) ist bereits seit 2013 in der Türkei in den am stärksten vom Flüchtlingszustrom betroffenen Provinzen aktiv. Die SI-Maßnahme BRIDGES
(Building Resilience through Initiatives Defining Growth potential of Economic Solutions for Syrians in Turkey) läuft seit 2016. Mit der Unterstützung durch das BMZ konnte das Projekt 2017-
2023 deutlich ausgeweitet werden. In einer vierten Phase ist eine Verlängerung bis Juli 2025 vorgesehen. Die Projektstandorte erstrecken sich über die Provinzen Hatay, Kilis, Şanlıurfa, Kahramanmaraş und Istanbul.
BRIDGES ist ein integrierter Projektansatz, der auf die Förderung von sozialer und wirtschaftlicher Selbständigkeit der Individuen setzt, um nachhaltige Möglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen, ihren Lebensunterhalt ohne Abhängigkeit von staatlichen oder humanitären Hilfen bestreiten zu können. Durch die angebotenen Trainings- und Berufsbildungsmaßnahmen soll die Vermittelbarkeit in den regulären Arbeitsmarkt oder die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit ermöglicht werden.
Die Aktivitäten umfassen im Wesentlichen rechtliche, wirtschaftliche und soziale Beratung, On-the-job Trainings, Stellenvermittlung (u.a. lokale Jobmessen; Vermittlung von Praktika), Lohn- und Arbeitserlaubniszuschüsse, Gründerberatung, Workshops zu Selbständigkeit und die Unterstützung von Gründungsvorhaben im Rahmen von "Start-up Grants" und "Basic and Advanced Entrepreneurship Training".
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Auf der Grundlage der Bandbreite der Projektkomponenten und ihrer Tätigkeiten werden die Risiken für die erwartete Umwelt- und Sozialverträglichkeit des Projekts in den meisten Fällen als gering angesehen. Eine Ausnahme stellen die Cash-for-Work-Tätigkeiten dar, bei denen ungelernte Arbeitskräfte möglicherweise an Orten beschäftigt werden, die externen Gefahren beinhalten (z. B. Straßenverkehr). Das Vorhaben wird daher nach den Anforderungen der KfW Nachhaltigkeitsrichtlinie der Kategorie B (moderate E&S-Risiken) eingestuft. Es sind geeignete Minderungsmaßnahmen erforderlich, um die Sicherheit und Gesundheit der betroffenen Menschen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewährleisten. Zu den wichtigsten mit diesem Projekt verbundenen E&S-Risiken gehören unter anderem Arbeitsschutz, öffentliche Gesundheit und Sicherheit (einschließlich geschlechtsspezifischer Gewalt und sexueller Belästigung), sowie Verkehrssicherheit usw. Zusätzlich zu den nationalen rechtlichen Anforderungen muss der Projektpartner bei der Umsetzung der Schutzmaßnahmen auch die geltenden Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank (WB) und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einhalten. Die erforderlichen Minderungsmaßnahmen sind in dem Environmental and Social Code of Practice (ESCOP) formalisiert, der die Grundlage für die Schulung, Umsetzung und Überwachung von E&S-bezogenen Aktivitäten bildet. Der Feedback and Complaints Response Mechanism (FCRM) des Danish Refugee Councils (DRC) wird als Mechanismus zur Behebung von Beschwerden auf Projektebene eingeführt.
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