Berufliche Bildung in der Östlichen Partnerschaft (ÖP)

Die ukrainische Wirtschaft hat einen hohen ungedeckten Bedarf an Fachkräften. Das System und die Infrastruktur der beruflichen Bildung sind Großteiles veraltet, praxisfern und wenig attraktiv für potenzielle Auszubildende. Das Vorhaben finanziert die Modernisierung bestehender ukrainischer Berufsschulen zu Exzellenzzentren, was die Rehabilitierung der Infrastruktur, die Beschaffung von neuer Ausstattung und Maschinen, den Auf- und Ausbau der Kooperationen mit Arbeitgebern und die Stärkung des Images der beruflichen Bildung beinhaltet.
Ziel des Vorhabens ist es, über die Exzellenzzentren eine arbeitsmarktrelevante, qualitativ hochwertige und praxisorientierte Berufsausbildung anzubieten und die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen zu verbessern. Zusätzlich werden Maßnahmen in den Ländern der Östlichen Partnerschaft umgesetzt, um einen Effekt über die nationalen Grenzen hinaus zu erzielen.
Partner des Vorhabens ist das Ukrainische Ministerium für Bildung und Wissenschaft und Projektträger ist der Ukrainian Social Investment Fund (USIF). Als Zielgruppe profitieren Berufsschülerinnen und Berufsschüler, die tendenziell zur ärmeren Bevölkerungsschicht gehören. Zudem profitieren die Lehrkräfte über Trainings und modernere Unterrichtsmaterialien. Indirekte Zielgruppe sind Unternehmen, die von einem erhöhten Angebot an qualifizierten Arbeitskräften, aber auch von angebotenen Kurzzeitkursen für Beschäftigte profitieren.
Das Vorhaben wird in verschiedenen Oblasten in der Ukraine aktiv.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingestuft und könnte potenzielle negative Auswirkungen und Risiken auf Umwelt- und soziale Belange ausgehen, die in der Regel reversibel und lokal begrenzt sind und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen gemindert werden können. Typische potenzielle Umwelt- und Sozialauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen die z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen, sowie Wasserressourcen usw. Darüber hinaus werden aufgrund des Vorhandenseins von gefährlichen Baumaterialien, einschließlich asbesthaltiger Materialien, potenzielle Auswirkungen auf Arbeitskräfte, Gemeinden und die Umwelt erwartet. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Kein Grunderwerb, sowie physische oder wirtschaftliche Umsiedlung und Verlust von Lebensgrundlagen ist zu erwarten. Obwohl diese Auswirkungen lokal beschränkt und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Diese werden mit Hilfe eines Projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplans (Environmental and Social Management Plan - ESMP) einschließlich eines Asbestos Management Plans umgesetzt und überwacht. Dies beinhaltet über die Minderungsmaß-nahmen während der Bauarbeiten hinaus auch die Einbeziehung von Interessengruppen und die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter*innen und andere vom Projekt betroffene oder interessierte Menschen sowie Maßnahmen für das ordnungsgemäße Management asbesthaltiger und anderer gefährlicher Materialien. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen während des Baus liegt beim Projektträger und dem/den Bauunternehmen.

Land / Region / Institution Ukraine
Nummer 47660
Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzsektor
Sektor 11330 - Berufliche Bildung
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 20 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UKRAINIAN SOCIAL INVESTMENT FUND
Zuständige Abteilung Europa und Kaukasus

Kontakt

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