Ausbildung für eine grüne und sozial gerechte Energiewende
Südafrika zählt zu den Ländern, deren Energieversorgung stark von fossilen Brennstoffen geprägt ist. Aufgrund der hohen Abhängigkeit von Kohle in der Energieversorgung gilt das Wirtschaftsmodell als besonders emissionsintensiv und klimaschädlich. Daher steht Südafrika vor der Herausforderung, für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung die Energieversorgung zu de-karbonisieren und dafür erneuerbare Energien auszubauen (Just Energy Transition, JET).
Das Ziel des FZ-Vorhabens ist es, das beschäftigungsorientierte Aus- und Weiterbildungsangebot mit Relevanz für die südafrikanische Energiewende zu stärken. Entsprechende Aus- und Weiterbildungskurse sollen an klimafreundlich aus- und umgestalteten Berufsbildungseinrichtungen angeboten werden.
Empfänger und Projektträger des FZ-Vorhabens ist die "Cape Pensinsula University of Technology" (CPUT) zur Förderung des "South African Renewable Energy Technology Centre" (SARETEC) in Kapstadt. Die Zielgruppe des Vorhabens sind junge Menschen und Personen mit Berufserfahrung, die durch berufsbildende Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eine Beschäftigung in JET-relevanten Berufen anstreben.
Das Vorhaben fördert die Erweiterung der Ausbildungskapazitäten bei SARETEC und kooperierenden Berufsschulen durch klimafreundliche bauliche Erweiterungsmaßnahmen und Ausstattung und unterstützt die Zusammenarbeit mit der Industrie bei der Vermittlung technischer Kompetenzen im innovativen Bereich der erneuerbaren Energien.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben ist vorwiegend mit moderaten Umwelt-, Sozial-, und Arbeitsschutzrisiken während des Baus verbunden. Die Arbeitsschutzrisiken beziehen sich auf Arbeiten mit schwerem Gerät, elektrische Arbeiten, Arbeiten in Höhe sowie Arbeit in engen Räumen, z.B. durch Grabenbau. Die Anrainer, hier das Lehrpersonal sowie Studierende, sind während des Baus potenziell durch Lärm und erhöhten Schwerlastverkehr gefährdet. Ebenso können während der Bauarbeiten potenziell Verschmutzungen von Luft, Wasser und Boden stattfinden. Diese Auswirkungen durch die Bauarbeiten sind jedoch temporär und umkehrbar. Das Vorhaben wurde daher gemäß der KfW Nachhaltigkeitsrichtlinie in die USVP-Kategorie B eingeordnet. Es wurde eine Inspektion des zukünftigen Standortes durchgeführt, um Risiken für Umwelt und Anwohner zu identifizieren. Darauf aufbauend wurde ein Umwelt- und Sozialmanagementplan erstellt, der Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung dieser Risiken enthält. Zusätzlich sind die Anforderungen nach nationalem Recht zur Umweltverträglichkeitsprüfung einzuhalten. Mit dem Träger wurde vereinbart, die Anforderungen in die Ausschreibungsunterlagen für den Bau zu übernehmen. Der Umwelt- und Sozialmanagementplan ist vor Baubeginn durch die Baufirma noch einmal zu spezifizieren. Dieser muss, ebenso wie die Anforderungen der Umweltgenehmigung, während der gesamten Arbeiten umgesetzt werden. Der Träger verfügt bereits über einen Beschwerdemechanismus, über den sich Betroffene an den Träger wenden können.
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