Ausbau Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz (Phase IV)
Die armenische Stromerzeugung ist von fossilen Energieträgern geprägt und somit stark von Primärenergielieferungen aus dem Ausland (vor allem Erdöl und Erdgas aus Russland und dem Iran) abhängig. Erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen stehen im Fokus der Strategien der armenischen Regierung für eine unabhängigere und klimafreundlichere Energieversorgung des Landes. Das Modulziel des FZ-Vorhabens ist es, durch die Bereitstellung von Refinanzierungsmitteln einen Beitrag zum Ausbau von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienzmaßnahmen in Armenien zu leisten: Mit den FZ-Mitteln werden Refinanzierungsmittel an armenische Banken bereitgestellt, die Kredite für privatwirtschaftliche Investitionen zur Förderung Erneuerbarer Energien und von Energieeffizienzmaßnahmen in armenischen Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU) auslegen. Darlehensnehmer ist die armenische Zentralbank (Central Bank of Armenia - CBA); Projektträger ist der in der Zentralbank angesiedelte German-Armenian Fund (GAF). Zielgruppen des Vorhabens sind u.a. Investoren und Betreiber der Erneuerbaren Energien, KKMU sowie Geschäftsbanken, die sich durch die langfristige Finanzierung der Vorhaben neue Geschäftsfelder in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz erschließen können. Das von der deutschen FZ finanzierte GAF Programm zur Förderung Erneuerbarer Energien besteht bereits seit 2004. In dieser Phase liegt der Schwerpunkt auf der Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen sowie Energieeffizienzmaßnahmen in KKMU.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
IDas Vorhaben wurde gemäß den KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinien (2023) in die Umwelt- und Sozialkategorie FI/B (moderates Risiko) eingestuft, aufgrund seiner potenziellen negativen Umwelt- und Sozialauswirkungen, die in der Regel umkehrbar sind und durch branchenübliche Standardmaßnahmen gemindert werden können. Umsiedlungen von Bevölkerungen, ein großer Flächenbedarf und andere erhebliche Auswirkungen werden nicht erwartet. Risiken und Auswirkungen können beispielsweise im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Baustellen auftreten, insbesondere im Zusammenhang mit Gefahrstoffen (z. B. Asbest), der fachgerechten Abfallentsorgung, dem Schutz vor Verunreinigungen und der Freisetzung von Schadstoffen. Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden und Nachbarn, wie beispielsweise erhöhter Verkehr durch Baustellenfahrzeuge und Baustellenlärm, müssen in den Einzelmaßnahmen geprüft und auf ein verträgliches Maß reduziert werden. GAF führt zudem ein Umwelt- und Sozialmanagementsystem (USMS) für die Umsetzung und Überwachung der Einzelvorhaben durch die beteiligten Privaten Finanzinstitutionen (PFIs)/Privatbanken ein, das von der KfW überprüft und genehmigt wurde. Im USMS von GAF sowie der PFIs werden Umwelt- und Sozialrisiken sowie ein angemessenes Stakeholder-Engagement (einschließlich eines Beschwerdemechanismus) identifiziert und berücksichtigt. Diese Anforderungen wurden in den Kreditvertrag aufgenommen, und die Verantwortung für deren Umsetzung liegt bei GAF und den PFIs.
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