Aufbau einer Fakultät für Medien und Kommunikation für Studierende aus den fünf EAC-Ländern
Die Bevölkerung der EAC-Staaten erhält durch Medien zumeist keine seriöse und objektive Be-richterstattung zu politischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Themen. Demokratische Partizipation ist ohne einen freien und diversen Mediensektor kaum möglich - denn nur eine informierte Bevölkerung kann Rechenschaftspflicht von Regierenden einfordern und sich aktiv an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen beteiligen. Eine professionelle und pluralistische Medienlandschaft ist somit zentraler Faktor und Katalysator für gesellschaftliche Trans-formationsprozesse in Ostafrika. In den vergangenen Jahren haben immer mehr Menschen in Ostafrika Zugang zu Medienangeboten erhalten. Auch hat sich die Presse- und Meinungsfreiheit in den meisten EAC-Mitgliedsstaaten verbessert, sodass die Handlungsspielräume von Medien-schaffenden weniger durch staatliche Einflussnahme beschnitten werden. Allerdings ist die Qua-lität vieler Medien weiter ungenügend.
Im Rahmen des FZ-Vorhabens soll eine regionale Medienfakultät, die Graduate School of Media and Communications (GSMC), für studierende Berufstätige aus den EAC-Ländern aufgebaut und nachhaltig betrieben werden. Der "Aufbau einer Medienfakultät" beinhaltet neben der physischen Baukomponente diverse Trainingsmaßnahmen für Journalisten, Mitarbeiter öffentlicher, privater und zivilgesellschaftlicher Institutionen, sowie Medienmanager und -unternehmer. Die Deutsche Welle Akademie (DWA) wirkt als Consultant an dem Vorhaben mit. AKU und DWA haben das Konzept "Media Viability Project" entwickelt, welches u.a. die Etablierung eines regionalen Netzwerkes von Medieninstituten zur Stärkung von Medien- und Öffentlichkeitsarbeit in der EAC umfasst. Außerdem gehört kontinuierliches Monitoring zu Qualitätsverbesserung- und sicherung zu den geplanten Maßnahmen.
Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen EUR 16,15 Mio., hiervon beläuft sich der FZ-Beitrag (Zuschuss) auf EUR 14 Mio. Der Eigenbeitrag der AKU beläuft sich auf EUR 2,15 Mio.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie C eingeordnet, da vom Vorhaben voraussichtlich keine oder nur geringe nachteilige Auswirkungen und Risiken auf Umwelt und soziale Belange ausgehen. Es ist daher kein spezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplan erforderlich. Der Partner wurde zur Einführung eines Beschwerdemechanismus verpflichtet und muss die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante besondere Vorkommnisse informieren.
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