Armutsorientierte Wirtschaftsförderung zur Friedenskonsolidierung und Ausbildung junger Menschen (VPT)
Durch die Finanzierung wirtschaftlicher und klimaresilienter Infrastruktur (ländliche Zufahrtswege, Getreidespeicher, Tiefbrunnen, Brücken) entlang ausgewählter landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten (Kakao, Kaffee, Reis, Gemüse) leistet das Modul einen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungs- und Einkommenssituation von Jugendlichen (EZ-Programmziel). Über die arbeitsintensiv ausgestaltete Bereitstellung der Infrastruktur werden zunächst kurzfristige Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten vor allem für Jugendliche geschaffen. Darüber hinaus bietet das neue Trainingsangebot entlang der möglichst arbeitsintensiv durchgeführten Bauarbeiten (Trainings on the Job) den meist unqualifizierten Jugendlichen die Möglichkeit Aus- und Weiterbildungsangebote wahrzunehmen und umzusetzen. Die strukturelle Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastruktur in den Interventionsgebieten, die damit einhergehenden mittel- und langfristig verbesserten Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten, gepaart mit dem Ausbildungsangebot, eröffnen gerade jungen Menschen neue Zukunftsperspektiven und tragen zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum bei. Das Modul ist eine Weiterentwicklung und Fortführung der FZ-Vorhaben "Armutsorientierte Wirtschaftsförderung zur Friedenskonsolidierung (Pro-Poor Growth for Peace Consolidation - GPC) Phase I (BMZ-Nr.: 2004 66 284), Phase II (BMZ-Nr.: 2009 67 141) und Phase III (BMZ-Nr.: 2016 68 128), bei der die Wirkungen der Vorgängerphasen nachhaltig gestärkt werden und ein neuer Fokus auf Aus- und Weiterbildung gelegt wird. Das Modul umfasst vier Komponenten: (1) Bereitstellung wirtschaftlicher und klimaresilienter Infrastruktur; (2) Angebot von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Vorbereitung und entlang des arbeitsintensiven Aufbaus von wirtschaftlicher und klimaresilienter Infrastruktur; (3) Schulung von Nutzergruppen für Einkommen generierende Infrastrukturen; sowie (4) Maßnahmen zur Stärkung des Projektträgers NaCSA.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen die z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, sowie mögliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Obwohl diese Auswirkungen voraussichtlich auf den Bereich des direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Diese werden mit Hilfe eines Projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplan oder einem Umwelt- und sozialer Verhaltenskodex umgesetzt und überwacht, dies beinhaltet auch die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter*innen und andere vom Projekt betroffene oder interessierte Menschen.
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