Armutsorientierte Kommunalentwicklung und Dezentralisierung III

Ziel des Vorhabens "Armutsorientierte Kommunalentwicklung und Dezentralisierung in Madagaskar (PDCID III)" ist die Verbesserung des Zugangs der Bevölkerung zu kommunalen Infrastrukturen und Dienstleistungen. Hierfür sollen ausgewählte Kommunen in den zwei Regionen Boeny und Diana über den nationalen Kommunalentwicklungsfonds (Fonds de Développement Local - FDL) bei der Planung und Umsetzung kommunaler Infrastruktur unterstützt werden. Mit den kommunalen Investitionsmaßnahmen wird die Beteiligung der Kommunen am Dezentralisierungsprozess gefördert und die Kapazitäten im Bereich lokaler Governance gestärkt. Die Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe sowie der Einsatz arbeitsintensiver Baumaßnahmen tragen außerdem dazu bei, die wirtschaftlichen Folgen der COVID19-Pandemie abzufedern und die Armut in der Region zu reduzieren. Ein Teil des Finanzierungsbeitrags soll dafür verwendet werden, den Projektträger FDL bei seiner geplanten Ausweitung der Kapazitäten im Süden des Landes zu unterstützen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Ziel des Vorhabens ist es, den Zugang der Bevölkerung zu kommunalen Dienstleistungen und Infrastrukturen wie Gesundheitscentren, Schulen und Zubringerstraßen zu verbessern. Das Vorhaben ist vorwiegend mit leichten bis moderaten Umwelt- und Sozialrisiken sowie Arbeitssicherheitsrisiken während des Baus und des Betriebs der Infrastrukturen verbunden. Umweltrisiken ergeben sich potenziell während des Baus aufgrund fehlerhafter Entsorgung von Baustellenabfällen sowie durch mangelhaft gewartete Baugeräte, welche zu Kontamination von Boden, Luft und Wasser führen können. Arbeitsschutzrisiken ergeben sich beispielsweise durch Arbeiten in Höhen und Arbeiten mit schwerem Gerät. Außerdem ist vereinzelt mit temporären wirtschaftlichen Einschränkungen für eine geringe Bevölkerungszahl zu rechnen. Das Vorhaben wurde daher gemäß der KfW Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialkategorie B eingeordnet. Die dargestellten Risiken sind mit entsprechenden Maßnahmen nach dem Stand der Technik, vermeid-, verminder- beziehungsweise bewältigbar. Ebenso sind die Arbeitssicherheitsrisiken, die sich je nach Infrastrukturtyp ergeben, moderat und mitigierbar. Um mit diesen Risiken umzugehen, wurde bereits im Vorgängervorhaben vereinbart, dass durch den Träger FDL ein Rahmenwerk zum Management der Umwelt- und Sozialrisiken erstellt wird. Dieses Dokument ist kontinuierlich zu aktualisieren und umzusetzen. Das Rahmenwerk legt die Regeln dar, welche Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudien oder -pläne je nach Vorhabentyp vor Baubeginn zu erstellen sind. Diese Studien und Pläne werden wiederum Bestandteil der Ausschreibungs- und Vertragsunterlagen und sind somit bindend für die Bauunternehmen. Zusätzlich soll die Kapazität der teilnehmenden Gemeinden hinsichtlich des Umwelt- und Sozialmanagement der Bauvorhaben gestärkt werden. Darüber hinaus wurde mit dem FDL die Einrichtung eines Beschwerdemechanismus vereinbart, ebenso muss der FDL die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante Vorkommnisse informieren.

Land / Region / Institution Madagaskar
Nummer 45238
Schwerpunkt Demokratie
Sektor 15112 - Dezentral.u.Förd.Subnation.Gebietskörpersch
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 25 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner FONDS DE DEVELOPPEMENT LOCAL (FDL)
Zuständige Abteilung West- und Ostafrika

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