Abwasserentsorgung für 10 Mittelstädte, Phase II - Zuschuss
Das FZ-Modul "Abwasserentsorgung für 10 Mittelstädte II" stellt die Folgephase des Vorhabens "Abwasserentsorgung für 10 Mittelstädte" dar, das sich seit 2015 in Umsetzung befindet. Das Programm umfasst den Neu- und Ausbau bestehender Abwassernetze sowie den Bau von Kläranlagen zur Reinigung der gesammelten Abwässer mehrerer Mittelstädte in verschiedenen strukturschwachen Regionen im Nordwesten, zentralen Westen und Südwesten Tunesiens. Die Maßnahmen werden vom nationalen tunesischen Abwasserentsorger Office National de l'Assainissement (ONAS) durchgeführt und werden von SECO kofinanziert.
Ziel des Vorhabens ist es, eine effiziente, umweltgerechte, hygienische und ordnungsgemäße Sammlung, Reinigung und Entsorgung der häuslichen, gewerblichen und ggf. industriellen Abwässer in den Programmstädten sicherzustellen (Modulziel). Das Modulziel fügt sich in die übergeordneten Ziele des EZ-Programms zum Integrierten Wasserressourcenmanagement in Tunesien ein.
Zielgruppe des Vorhabens sind die Einwohner der Programmstädte, die an eine adäquate Abwasserentsorgung angeschlossen werden, sowie indirekt die Bewohner am Unterlauf der jeweiligen Vorfluter. Das Vorhaben ist in Phasen entsprechend der Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln aufgeteilt. Die ersten beiden Phasen des Projektes sowie eine komplementäre Schuldenumwandlung beinhalten Investitionen in die Abwasserinfrastruktur der Orte Gafsa Ksar, M'Dhilla, Souassi, Thala, Feriana, Tajerouine und Dahmani/Ksour.
Das FZ-Modul wird von einer Begleitmaßnahme flankiert, welche die Steigerung der sozialen Akzeptanz von Abwasservorhaben zum Ziel hat.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben "Abwasserentsorgung in 10 Mittelstädten II" zielt auf den Ausbau von Abwasserinfrastrukturen in mittelgroßen Städten Tunesiens ab. Das Programm wird im Westen und Süden des Landes umgesetzt. Schwerpunkt ist der Bau neuer Kläranlagen sowie der Ausbau der Kanalnetze und Transfers inklusive Pumpstationen. Das Vorhaben soll einerseits die Weiterfinanzierung bestehender, unter Phase I abgeschlossener Bauverträge sicherstellen, andererseits aber auch die Umsetzung weiterer Standorte umfassen. Das Vorhaben wird unter Leitung der ONAS (Office National de l'Assainissement; nationaler Abwasserentsorger) umgesetzt. Es wird entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW in die Umwelt- und Sozialverträglichkeits-Kategorie B eingeordnet (moderate Umwelt- und Sozialrisiken). Identifizierte potenzielle Risiken des Vorhabens umfassen die Bereiche Umwelt (Lärm, Emissionen, Schlammbehandlung, Überläufe), Anrainer (Baustellensicherheit, Verkehrsunfälle, Lärm, Staub- und Geruchsbelastung) sowie Arbeitsbedingungen und -sicherheit. Für das Vorhaben werden für die einzelnen Standorte spezifische Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudien erstellt und Maßnahmen zum Management der Risiken und Auswirkungen entwickelt und in entsprechenden Managementplänen festgehalten. Die Verantwortlichkeit hierfür sowie für die Einbeziehung der Stakeholder und die Erstellung und Implementierung eines projektspezifischen Beschwerdemechanismus liegt beim Projektträger.
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