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KfW zeichnet Projekt gegen ansteckende Krankheiten aus

Meldung vom 18.10.2017 / KfW Entwicklungsbank

Generalbevollmächtigter Joachim Nagel übergibt Preis an junges Team

Hackathon-Auszeichnung
Bei dem Workshop „Hackathon“ in Berlin, einer Wortschöpfung aus "Hack" und "Marathon", wurden drei Projekte ausgezeichnet: Sie hatten innovative Ideen entwickelt, wie sich die Gesundheit der Menschen in den Städten der Entwicklungsländer verbessern lässt.

Die KfW Entwicklungsbank hat am Rande des Weltgesundheitsgipfels in Berlin einen zweitägigen Workshop veranstaltet, um innovative Lösungen für bessere Gesundheit in Städten zu finden. An dem erstmals ausgerichteten so genannten Hackathon nahmen knapp 40 meist junge Männer und Frauen aus der ganzen Welt teil, die in acht Teams Projektvorschläge entwickelten. Prämiert wurde am Ende die Idee einer digitalen Plattform, die in Wohnvierteln und Gemeinden das Auftreten von durch Mücken, Flöhen oder Ratten übertragene Krankheiten erfasst. Diese so genannten Vektoren können Krankheitserreger verbreiten.

In einer speziellen Feierstunde ehrte Prof. Dr. Joachim Nagel, der Generalbevollmächtigte der KfW, die Preisträger. Er lobte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre Leistungen und ihren Innovationsgeist. Sie hätten in kurzer Zeit Großartiges geleistet. Nagel sagte, angesichts der zunehmenden Urbanisierung und damit verbundener Gesundheitsprobleme in Städten sei es zwingend, immer nach neuen, digitalen Lösungen zu suchen. "Wenn Du davon träumst, morgen einen Berg zu bewegen", zitierte er ein afrikanisches Sprichwort, "dann musst Du heute mit kleinen Steinen anfangen". Der Hackathon, organisiert vom Kompetenzteam Gesundheit der KfW Entwicklungsbank, habe sich als perfekte Möglichkeit erwiesen, einige dieser kleinen Steine aufzuheben.

Eine Wortschöpfung aus "Hack" und "Marathon"

Der Begriff Hackathon ist eine Wortschöpfung aus "Hack" und "Marathon" und beschreibt die intensive Arbeitsweise, die dabei gefordert ist. Ein Hackathon gilt als eine besondere Form kreativer Zusammenarbeit. Die Teilnehmer, die sich vorher überwiegend nicht kannten und erst in Berlin zu den acht Projekt-Gruppen zusammenfanden, entwickelten zwei Tage lang neue Ideen, um die Gesundheit der Menschen in den Städten der Entwicklungsländer zu verbessern. Am Ende musste sie in einem kleinen Wettbewerb ihre Vorschläge präsentieren. Die Themen reichten von digitalem Storytelling über Notrufzentralen für Entwicklungsländer bis hin zum Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen.

Joachim Nagel und das Siegerteam
Der KfW-Generalbevollmächtigte Joachim Nagel zeichnete das Siegerteam aus.

Eine Jury, der KfW-Teamleiterin Amelie d´Souza, eHealth-Expertin Nadi Kaonga und Roland Göhde, Vorsitzender der "German Healthcare Partnership" angehörten, bewertete die Leistungen und kürte die besten drei Projekte. Nach dem Sieger mit dem Titel "Vectorfight" belegte eine weitere digitale Plattform Platz zwei. Sie soll dazu beitragen, Besitzer von brachliegenden Flächen mit interessierten "urbanen Bauern" zu vernetzen. Damit soll die städtische Landwirtschaft und die Produktion von gesunden Nahrungsmitteln befördert werden. Auf Platz drei landete ein Architekturprojekt, um Stadtlärm zu reduzieren: Lärmschutzboxen um Bushaltestellen sollen gestressten Stadtbewohnern Ruhe verschaffen.

Sieger stellten Projekte beim Weltgesundheitsgipfel vor

Die Sieger durften ihren Vorschlag beim Weltgesundheitsgipfel nochmal vorstellen und konnten so noch größere Aufmerksamkeit auf ihre Idee lenken. Außerdem erhielten sie eine einjährige Mitgliedschaft in der "German Healthcare Partnership", einem Zusammenschluss von Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sowie öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren mit dem Ziel, die Weltgesundheit zu verbessern. Joachim Nagel sagte bei der Ehrung der drei Projekte, die internationale Gemeinschaft benötige solche innovative Ideen. Um den derzeitigen Herausforderungen der Welt zu begegnen, "müssen wir über unser bisheriges Repertoire hinausgehen", so der KfW-Generalbevollmächtigte.

Das Siegerteam, das sich aus Medizinern, Bio-Ingenieuren, Computerexperten und Betriebswirten aus den Ländern Kolumbien, Ghana, Iran und Deutschland zusammensetzte, freute sich über den ersten Platz und lobte das Format Hackathon. "Wir hatten eine gute Mischung unterschiedlicher Kompetenzen, die wir einbringen konnten. Wir waren alle lösungsorientiert und niemand versuchte, den Rest der Gruppe zu beherrschen", erklärte das Team den Erfolg. Sie hoffen nun, Geldgeber zu finden, um ihr Projekt auch verwirklichen zu können.

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