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Meldung vom 19.04.2021 / KfW Entwicklungsbank

Neuer Windpark erzeugt klimafreundlichen Strom in Bosnien-Herzegowina

Windpark Podveleje in Bosnien-Herzegowina
Windpark Podveležje in Bosnien-Herzegowina.

Die KfW Entwicklungsbank unterstützt Bosnien-Herzegowina weiterhin dabei, Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Damit werden Alternativen zur Kohleverstromung geschaffen, die den bosnisch-herzegowinischen Strommix dominiert. Im von der KfW Entwicklungsbank finanzierten Windpark Podveležje in der Nähe der Stadt Mostar wurden kürzlich fünfzehn Windturbinen mit einer installierten Leistung von insgesamt 48 Megawatt (MW) an das Verbundnetz des südosteuropäischen Landes angeschlossen. Der Windpark erzeugt jährlich 126 Gigawattstunden (GWh) regenerativen Strom und vermeidet dadurch 155.000 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr sowie in Summe 3,1 Mio. Tonnen CO₂ während seiner Laufzeit.

„Die Erzeugung des Windparks reicht aus, um den jährlichen Strombedarf von rund 40.000 privaten Haushalten mit klimafreundlichem Strom zu decken“, betont der KfW-Büroleiter in Bosnien-Herzegowina, Adam Drosdzol.

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Bosnien-Herzegowina schon länger bei der Dekarbonisierung der Stromerzeugung. Auf einem Hochplateau in der Nähe des Dorfes Mesihovina, wurde vor drei Jahren ein Windpark mit 22 Windturbinen und einer installierten Gesamtleistung von 50,6 MW gebaut, welcher ebenfalls von der KfW finanziert wurde. Dabei handelt es sich um den ersten Windpark überhaupt, der in Bosnien und Herzegowina in Betrieb genommen wurde. „Die bergige Karstregion in der südlichen Herzegowina bietet sehr gute Bedingungen für Windparks“, erläutert der KfW-Projektmanager Niels Kemper. Die mondähnliche Landschaft sei nur dünn besiedelt und es wehe oft ein kräftiger Wind.

Einweihung des Winparks mit den Staatspraesidenten
Einweihung des Winparks mit den Staatspräsidenten Šefik Džaferović und Željko Komšić.

Obwohl es in Bosnien-Herzegowina gute Bedingungen für die Nutzung der Windkraft gibt, wird dort bisher auf diese Art nur wenig Strom erzeugt. Das Land gewinnt seinen Strom hauptsächlich aus Kohle. Die Wasserkraft ist die einzige Art der regenerativen Stromerzeugung, die sich bisher etabliert hat. „Die Kohleverstromung schadet nicht nur dem Klima, sie belastet auch die Umwelt und beeinträchtigt die Gesundheit der Menschen“, erklärt Kemper. Deswegen sei es so wichtig, das Land beim Ausbau der Windkraft und anderer regenerativer Erzeugungstechnologien zu unterstützen.

Die KfW fördert das Vorhaben mit einem zinsverbilligten Darlehen in Höhe von 65 Mio. EUR. Der Hersteller der Windturbinen, die Firma Siemens-Gamesa, hat den Windpark Podveležje kürzlich an das staatliche Elektrizitätsversorgungsunternehmen EPBiH in Sarajevo übergeben.

Drei weitere Windparkprojekte befinden sich in Bosnien-Herzegowina, mit Unterstützung der KfW Entwicklungsbank, in der Vorbereitung oder bereits in der Implementierung. In naher Zukunft möchte die KfW das südosteuropäische Land zudem beim Bau eines Solarparks mit großen Kapazitäten unterstützen. Geplant ist eine installierte Leistung von 36 MW, angrenzend an den Windpark Podveležje. „Diese Anlage zur Nutzung der Sonnenenergie wird den Windpark ergänzen und die Netzstabilität bei der regenerativen Stromerzeugung verbessern“, erläutert Büroleiter Drosdzol. Diese Kombination aus Wind- und Solarenergie wäre dann in Bosnien-Herzegowina einzigartig.

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