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Meldung vom 16.11.2021 / KfW Entwicklungsbank

Sichere und verlässliche Energieversorgung in Bangladesch

KfW unterstützt die Erneuerung von Netzsystemen und eine automatisierte Stromverteilung

Kind und Jugendlicher erledigen Hausaufgaben bei künstlichem Licht.
Eine sichere Stromversorgung ist für die Wirtschaft und die Bildung in Bangladesch von sehr hohem Wert

Die KfW fördert im Auftrag der Bundesregierung eine Modernisierung der Strom-Infrastruktur in Bangladesch. Sie unterstützt verbesserte Kapazitäten zur Verteilung von Energie mit einem zinsverbilligten Darlehen in Höhe von 120 Mio. EUR. Dies erleichtert auch die Einspeisung erneuerbarer Energien in das bangladeschische Netz und senkt den jährlichen Ausstoß von Treibhausgasen um schätzungsweise 51.000 Tonnen CO2 bis 2025.

In Bangladesch sind Stromausfälle oder Abschaltungen, die eine Überlastung verhindern sollen oder einem Versorgungsengpass geschuldet sind, an der Tagesordnung. Dies schränkt nicht nur die Lebensqualität der Menschen ein, sondern hemmt auch die wirtschaftliche Entwicklung. Die industrielle Produktion und die Investitionsbereitschaft werden dadurch beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass die unsichere Stromversorgung indirekt eine Belastung der Umwelt nach sich zieht. Denn angesichts der häufigen Stromausfälle greifen Haushalte und vor allem gewerbliche und industrielle Kunden auf eigene Gas- oder Dieselgeneratoren mit einem hohen Ausstoß von Treibhausgasen zurück.

Bangladesch ist in den letzten Jahren erfolgreich gegen die Defizite der Stromversorgung angegangen und hat das Ziel „Strom für alle“ bis auf wenige Ausnahmen erfüllt. Der weitere Ausbau der Anschlüsse ans bestehende Netz ist insbesondere wegen der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Bevölkerungswachstum erforderlich.

Die KfW unterstützt daher Bangladesch in seinem Bemühen, das Stromnetz zu modernisieren. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gewährt sie dem Land einen Entwicklungskredit über 120 Mio. EUR. Dieser geht an die Verteilungsunternehmen West Zone Power Distribution Co. Ltd (WZPDCL) im Südwesten Bangladeschs und Bangladesh Rural Electrification Board (BREB), das primär ländlichen Gebiete versorgt.

Modernisierung des Netzes

Das Vorhaben beinhaltet drei Maßnahmen: Die Modernisierung von Umspannstationen sowie von Mittelspannungsleitungen und darüber hinaus die Einführung eines intelligenten Netzleitsystems. Die ersten beiden Maßnahmen dienen dazu, die bestehende Infrastruktur zu verbessern und ihre Nutzungsdauer zu verlängern. Im Netz von WZPDL sollen rund 20, bei BREB rund 23 Umspannwerke modernisiert werden. Dies führt zu weniger Stromausfällen. Die Nachfrage kann besser gedeckt werden, so dass die Kunden nicht auf andere, klimaschädliche Alternativen ausweichen müssen. Stromverluste im Netz werden verringert.

Präventive Fehlervermeidung

Die Automatisierung der Verteilsysteme, die in Zukunft mit Echtzeitdaten gespeist werden, verringert ebenfalls Anzahl und Dauer von Stromausfällen stark, da Fehler präventiv vermieden oder schneller behoben werden können.

Zusammengenommen sorgen diese Maßnahmen dafür, dass die Bevölkerung eine sichere, verlässlichere und stabilere Stromversorgung erhält. Die wirtschaftliche Entwicklung wird erleichtert. Die steigende Nachfrage kann besser gedeckt werden. In einer Begleitmaßnahme werden Mitarbeitende der Stromversorger geschult, um mit den automatisierten Verteilsystemen richtig umgehen zu können.

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