Unterstützung des Nationalen Programms zur nachhaltigen Kleinbewässerungslandwirtschaft

Mali hat das landwirtschaftliche Potenzial zur "Kornkammer" Westafrikas. Dieses Potenzial wird jedoch nur geringfügig genutzt. Der Anteil der Armen beträgt über 40 Prozent; knapp ein Drittel der Gesamtbevölkerung ist chronisch mangelernährt. Die 2012/ 2013 offen ausgetragenen Konflikte haben die Bevölkerung hart getroffen. Seit der militärischen Sicherung des Nordens und den erfolgreichen Wahlen im August 2013 ist die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung wieder hergestellt. Um den Frieden zu konsolidieren, bedarf es der breitenwirksamen Verbesserung der Lebensbedingungen. Die Einkommens- und Nahrungssicherung der Bevölkerung bleibt somit die dringendste Herausforderung Malis.

Vor diesem Hintergrund spielt die landwirtschaftliche Produktionssteigerung eine tragende Rolle für die nationale Entwicklung, zumal der Großteil der Bevölkerung auf dem Land lebt. Drei Viertel der Arbeitskraft ist in der Landwirtschaft gebunden. Sie stellt den sozio-ökonomischen Grundpfeiler der malischen Gesellschaft dar.

Die Deutsche EZ ist in der landwirtschaftlichen Kleinbewässerung Malis seit ca. 20 Jahren tätig und hat die landwirtschaftliche Bewässerung für rund 80.000 Kleinbauern erschlossen. Aufgrund der nachhaltigen Armutsbekämpfung und der signifikanten Nahrungsmittelsicherung hat Kanada im Jahr 2010 Mandatsmittel für den FZ-Ansatz bereit gestellt. Auf Grundlage der positiven Erfahrungen sind weitere Mandate an die KfW (Kanada und EU) in Vorbereitung. Zusätzlich ist USAID stark an einer Mandatierung an die KfW interessiert.

Zur Fortsetzung der bewährten landwirtschaftlichen Unterstützung ist der Bau und die Inwertsetzung von Bewässerungsinfrastruktur in den Regionen Timbuktu, Mopti, Koulikoro und Sikasso vorgesehen. Ziel des Vorhabens ist ein umfassender Beitrag zur Nutzung des wirtschaftlichen Potenzials der Kleinbewässerung für eine nachhaltige, rentable Landwirtschaft und eine erhöhte Nahrungssicherheit. Die konfliktsensibel durchgeführten Maßnahmen sollen darüber hinaus zur Konsolidierung des Friedens in der Region beitragen.

Die Kosten werden auf rund 107 Mio. EUR geschätzt, die aus FZ-Mitteln (4,0 Mio.), Mandatsmitteln (EU: 21,0 Mio. und Kanada: 41,7 Mio. EUR) und dem Eigenbeitrag der Zielgruppe (ca. 15 Mio. EUR) finanziert werden sollen. Die Finanzierung von rd. 25 Mio. EUR ist noch offen (Vorratsprüfung).

Land / Region / Institution Mali
Nummer 31800
Schwerpunkt Ernährung und Landwirtschaft
Sektor 31140 - Landwirtschaftliche Wasserressourcen
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber European Commission (EC)
Deutscher Finanzierungsbeitrag 4,0 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTÈRE DU DÉVELOPPEMENT RURAL
Zuständige Abteilung Westafrika

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