Schutz der Biodiversität im Tai-Sapo-Korridor (Komponente Grebo-Sapo-Park LBR)

Der Tai-Grebo-Sapo-Regenwaldkomplex umfasst mit dem Taï-Nationalpark (Côte d'Ivoire), dem Grebo-Forst und dem Sapo-Nationalpark (Liberia) die letzten noch weitgehend intakten Regenwaldflächen des westafrikanischen Regenwaldgürtels. Der langfristige Erhalt dieses einzigartigen Biodiversitätsreservoirs ist ernsthaft bedroht. Ursächlich dafür sind insbesondere ein unzureichender Schutzstatus und die drohende Verinselung einzelner Teilflächen sowie mangelnde Kapazitäten, Ausrüstung und Infrastruktur der für den Schutzgebietserhalt verantwortlichen Behörden.

Ziel der EZ- Maßnahme (Projektziel) ist es, zur Bewahrung der Schutzgebiete im liberianischen Teil des Tai-Grebo-Sapo-Regenwaldkomplexes beizutragen und die Voraussetzungen für den Erhalt seiner einzigartigen Biodiversität zu verbessern. Zielgruppe ist die Bevölkerung im Umfeld der Schutzgebiete und Korridorflächen, deren Unterstützung für das Projekt u.a. durch Investitionen in soziale Infrastruktur gefördert werden soll.

Die liberianischen Partner werden durch Investitionen in Infrastruktur, Ausrüstung und Personal dabei unterstützt, den Erhalt der Schutzgebiete in Zusammenarbeit mit der Anrainerbevölkerung sicherzustellen. Darüber hinaus werden die Partner bei der Ausweisung geschützter Flächen unterstützt, die als ökologischer Korridor dauerhaft den Grebo-Forst mit dem Sapo-Nationalpark verbinden. Sie sollen zudem in die Lage versetzt werden, die Überwachung geschützter Flächen entlang der Landesgrenze mit der Côte d'Ivoire nachhaltig sicherzustellen.

Projektträger und verantwortlich für die Planung, Durchführung und das Monitoring der physischen Einzelmaßnahmen sowie für die finanzielle Steuerung und Abwicklung der EZ-Maßnahme ist die liberianische Förderbehörde Forest Development Authority (FDA). Sie wird durch einen international erfahrenen Consutant unterstützt. Dadurch wird nicht nur die effiziente Umsetzung der Investitionsmaßnahmen, sondern auch ein erheblicher Know-How-Transfer bei der Weiterentwicklung der für das Parkmanagement benötigten Instrumente (Biomonitoring- und Überwachungsstrategien) gewährleistet.

Die geschätzten Kosten des Vorhabens belaufen sich über eine Laufzeit von vier Jahren (2017-2020) auf rund 6,0 Mio. EUR. Sie werden in Gänze aus Mitteln der deutschen FZ (Finanzierungsbeitrag) finanziert. Die durch die Herauslösung und Unterschutzstellung einer Teilfläche der Forstkonzession entstehenden (zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifizierbaren) Mindereinnahmen werden als liberianischer Eigenbeitrag angerechnet.

Land / Region / Institution Liberia
Nummer 30617
Schwerpunkt Umwelt und Klima
Sektor 41030 - Biodiversität
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 6,0 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner FORESTRY DEVELOPMENT AUTHORITY
Zuständige Abteilung Westafrika

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