Optimierung der Energiebilanz durch Biogasgewinnung aus Klärschlamm (DKTI)
In Jordanien wird der Klärschlamm meist auf dem Gelände der Kläranlagen zwischengelagert und nach teilweiser Trocknung auf Hausmülldeponien unsachgemäß verkippt. Neben der Gefahr des Einsickerns von Schadstoffen und Keimen in das Grundwasser bleiben dabei erhebliche Potentiale zur Energiegewinnung und zu damit einhergehenden und dringend notwendigen Kostensenkungen ungenutzt. Eine energieoptimierte und umweltgerechte Klärschlammbehandlung trägt zudem zur Treibhausgasminderung bei. Das FZ-Vorhaben zielt darauf ab, durch die Einführung innovativer Technologien zur Klärschlammbehandlung und energetischen Nutzung des dadurch gewonnenen Biogases den enormen energiebezogenen Kostendruck auf die geförderten Kläranlagen zu mindern. Durch die Minderung von Treibhausgasen trägt das Vorhaben zur Erfüllung der internationalen freiwilligen klimapolitischen Verpflichtung Jordaniens bei und ist somit im Einklang mit den strategischen Zielen der DKTI der Bundesregierung. Die deutsche FZ hat die erste Biogasanlage in Jordanien finanziert (Wadi Shalalla), die ein Vorbildprojekt für die gesamte Nahostregion darstellt. Die jordanische Regierung hat großes Interesse an der landesweiten Implementierung weiterer Biogasanlagen. Das Vorhaben baut zudem auf den im Rahmen des FZ-Moduls "Klimaschutzprogramm im Abwasserbereich" gesammelten Erfahrungen auf.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen die z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, sowie mögliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt wie den Verlust von Vegetationsfläche, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Um diese Auswirkungen zu erfassen, werden standortspezifische Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudien nach internationalen Standards durchgeführt. Im Rahmen dieser Studien werden die Betroffenen informiert, angehört und beteiligt. Mögliche negative Auswirkungen beschränken sich voraussichtlich auf den Bereich des jeweiligen direkten Projektgebietes und sind in den meisten Fällen reversibel. Sie werden auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren gemindert. Die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter und für Baustellen-Anlieger ist vorgesehen.
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