Nachhaltiges Ressourcenmanagement in Kamerun V
Als Teil des EZ-Programms "Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in Kamerun " zielt das Vorhaben auf die Erhaltung von hochwertigen Ökosystemen und die nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum (Oberziel). Dies erfolgt über eine nachhaltige Wald- und Wildtierbewirtschaftung in der Südwestregion Kameruns durch die Betroffenen, insbesondere der ärmeren Teile der lokalen Bevölkerung, zur Verbesserung ihrer Lebensgrundlage (Projektziel). Für positive Wirkungen auf die globalen Güter "Biodiversität" und "Klima" besteht weltweites Interesse.
Die Maßnahmen betreffen vor allem die Unterstützung des kollaborativen Managements der Schutzgebiete Mt. Cameroun, Korup, Bakossi, Takamanda und Bayang Mbo mit Fokus auf eine verbesserte Überwachung und verstärkte Durchsetzung der geltenden Nutzungsregeln, die Verbesserung der sozio-ökonomischen Infrastruktur in den Interventionszonen und die Förderung von einkommensschaffenden Maßnahmen der lokalen Bevölkerung. Die Zielgruppe des Vorhabens ist die im Umland der Schutzgebiete, der Forstkonzessionen sowie der Gemeinde- und Dorfwälder lebende Bevölkerung.
Programmträger ist die Regionaldelegation des "Ministry for Forestry and Wildlife" (MINFOF), die von einem internationalen Consultant bei der Umsetzung des Programms unterstützt wird. Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit dem WWF (World Wide Fund for Nature) und WCS (Wildlife Conservation Society) durchgeführt.
Die Kosten der Programmergänzung belaufen sich auf 10,0 Mio. EUR, die vollständig aus FZ- Mitteln finanziert werden. Die Laufzeit beträgt voraussichtlich 3 Jahre.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B+" eingeordnet. Ziel des Vorhabens ist es, zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen beizutragen. Dadurch ist das Vorhaben generell mit positiven Wirkungen auf die Umwelt verbunden. Einzelne kleinere Aktivitäten wie Bau und landwirtschaftliche Aktivitäten sind mit geringen Umweltrisiken verbunden, die mit entsprechenden Maßnahmen zu bewältigen sind. Um die Umweltrisiken angemessen zu adressieren, sind bei Bauarbeiten Umwelt- und Sozialmanagementpläne zu erstellen und umzusetzen. Das Vorhaben ist jedoch mit erhöhten sozialen Risiken verbunden. Die sozialen Auswirkungen beziehen sich insbesondere auf die möglichen Nutzungseinschränkungen der Anrainerbevölkerung in und um die Schutzgebiete. Die Zugangs- und Nutzungsbeschränkungen werden durch Ranger überwacht, was mit potenziellen Menschenrechtsrisiken verbunden ist, wenngleich diese unbewaffnet sind. Weiterhin bestehen Risiken, dass Gewinne aus der Nutzung der natürlichen Ressourcen nicht fair verteilt werden, insbesondere wenn nicht alle lokalen Bevölkerungsgruppen in die Entscheidungsprozesse partizipativ eingebunden sind. Eine Umsiedlung der Anrainerbevölkerung ist ausgeschlossen. Um die sozialen Auswirkungen angemessen adressieren zu können, soll durch den Träger ein institutionalisierter und formalisierter Beschwerdemechanismus für die Anrainerbevölkerung erstellt werden, um ihnen die Möglichkeit zu geben Zweifel, Vorkommnisse und auch Verbesserungsvorschläge zu melden. Das Vorhaben setzt bereits sehr erfolgreich ein partizipatives und integratives Schutzgebietsmanagement zusammen mit der Anrainerbevölkerung um. Dieser Ansatz soll weiter ausgebaut werden, um insbesondere die Partizipation vulnerabler Gruppen zu stärken.
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