Förderung der professionellen Warrantage
Kernproblem:
Rund 80% der burkinischen Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Die Produktivität im Sektor ist jedoch nach wie vor niedrig, u.a. aufgrund eines begrenzten Zugangs zu produktiven Ressourcen, was ebenso vertragliche Beziehungen mit öffentlichen und privaten Abnehmern hemmt.
Modulziel:
Ziel des Vorhabens PACTE ist es, die Nachfrage nach Lebensmitteln in besserer Qualität und höherer Menge zu befriedigen.
Dies soll durch die Entwicklung der Vertragslandwirtschaft, durch agrarökologische Intensivierung sowie durch Einrichtung von Garantiemechanismen (Warrantage) und durch die Professionalisierung der Akteure erreicht werden.
Folgende drei Einzelziele werden angestrebt:
1. Zugang der Produzenten zu institutionellen Märkten (d.h. zu staatlichen oder öffentlichen Abnehmern);
2. Förderung der Vertragslandwirtschaft zwischen Genossenschaften und Agrarunternehmen;
3. Institutionelle Unterstützung für die Modernisierung von Wertschöpfungsketten.
Wesentliche Outputs:
- Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen
- Finanzierung von Kommunikations-, Sensibilisierungs- und Betreuungsmaßnahmen, die sich an (potenzielle) Nutzer des Warrantageangebots richten.
- Begleitung der burkinischen Regierung bei der Planung und Umsetzung der Infrastrukturinvestitionen, bei der Vergabe der Bewirtschaftungsrechte sowie bei der Konzeption und Durchführung.
Zielgruppe:
Zielgruppe des Vorhabens sind Bäuerinnen und Bauern, Bauernkooperativen und landwirtschaftliche Betriebe. Gleichzeitig trägt das Vorhaben durch die Bündelung des kleinteiligen landwirtschaftlichen Angebots zu einer Erleichterung des Handels mit landwirtschaftlichen Produkten bei.
Beitrag zur nationalen Umsetzung der Agenda 2030:
Ziel 1 Keine Armut
Ziel 2 Kein Hunger
Ziel 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Ziel 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde in die USVP Kategorie B eingestuft. Ziel des Vorhabens ist es, die Nachfrage nach Lebensmitteln in Qualität und Quantität durch die Entwicklung der Vertragslandwirtschaft (Lagerhaltung mit Zweischlüsselmodell), agrarökologischer Intensivierung und durch die Professionalisierung der Akteure zu befriedigen. Obwohl das Projekt umweltfreundliche Ziele verfolgt, schließt die agroökologische Herangehensweise nicht die Verwendung potenziell schädlicher Düngemittel aus. Ein weiteres Risiko birgt der Einfluss ausländischer Investoren, die sich ebenfalls ausländischer Investoren zu sozialen und ökologischen Standards verpflichten müssen. Es müssen Indikatoren definiert werden, um die sozialen und ökologischen Auswirkungen zu messen. Zudem wird ein Plan für das Umwelt- und Sozialengagement erstellt, der die wichtigsten Risiken und Herausforderungen zusammenfasst.
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