Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden und erneuerbare Energien im Fernwärmesektor (Greening the Public Sector)

Das FZ-Vorhaben ist die energetische Renovierung und Sanierung des größten und bedeutendsten Krankenhauses in Serbien, der Military Medical Academy (VMA) in Belgrad, welches sich im Besitz des serbischen Verteidigungsministeriums (MoD) befindet. Als größtes medizinisches Zentrum Serbiens und eines der größten in Europa versorgt das Krankenhaus jedoch hauptsächlich zivile Patienten (90% aller Behandlungen) und spielt eine wichtige Rolle im nationalen Gesundheitssystem. Das Krankenhaus verfügt über rund 1200 Betten und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 180.000 m² sowie 15 Stockwerke.

Nach 38 Jahren Betrieb ohne nennenswerte Sanierungsmaßnahmen haben die Gebäude und Einrichtungen der VMA das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die in der EU üblichen krankenhausspezifischen Standards (z. B. Hygiene, Brandschutz) werden nicht ausreichend erfüllt. Viele technische Anlagen und Gebäudekomponenten müssen komplett ersetzt oder umfassend modernisiert werden. Dazu gehören veraltete Elektroinstallationen, Heiz- und Kühlsysteme, Brandschutzinfrastruktur sowie wichtige Bauelemente wie Dach, Fassade und Fenster. Erfahrungen aus ähnlichen Modernisierungen öffentlicher Gebäude in Serbien zeigen, dass eine umfassende Sanierung Betriebskosten deutlich senken und das Raumklima verbessern kann, was langfristig Einsparungen und höheren Komfort für Patienten und Personal bedeutet.

Im Vergleich zu anderen Energieeffizienzmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden sind die Sanierungsmaßnahmen bei laufendem Krankenhausbetrieb als überdurchschnittlich anspruchsvoll, vielschichtig und komplex einzustufen. Die Sanierung soll in Etappen durchgeführt werden, um einerseits die Betriebsfähigkeit dieses systemrelevanten Krankenhauses sicherzustellen und andererseits die Investitionslast auf mehrere Haushaltsjahre zu verteilen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Grundsätzlich sind weder wesentliche Eingriffe ins Ökosystem und Siedlungen noch signifikanter Flächenbedarf zu erwarten. Negative Auswirkungen auf die Umwelt sind fast ausschließlich während der Bauphase zu erwarten. Die Bauarbeiten und die einhergehenden Transportaktivitäten können mit Staub- und Lärmemissionen sowie Abgasemissionen durch den Baustellenverkehr verbunden sein, die temporärer Natur sind. Entsprechend den Empfehlungen relevanten Verordnungen werden diese Beeinträchtigungen versucht so klein wie möglich zu halten. Die erwarteten Umwelt- und Sozialrisiken des Vorhabens können daher als überschaubar und tragbar erachtet werden. Eine Beeinträchtigung der Versorgungsaktivitäten und -qualitäten innerhalb des VMAs wird nur während der Bauphase entstehen und soll durch adäquate Managementpläne so gering wie möglich gehalten werden.

Land / Region / Institution Serbien
Nummer 41565
Schwerpunkt Energie
Sektor 23183 - Energieeffizienz (nachfrageseitig)
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 55 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTRY OF MINING AND ENERGY
Zuständige Abteilung Europa und Kaukasus

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