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Malawi und Mosambik: grenzüberschreitender Stromhandel

Meldung vom 20.08.2019 / KfW Entwicklungsbank

In Maputo wurde ein Finanzierungsvertrag in Höhe von 30 Mio. EUR für die Finanzierung einer Übertragungsleitung unterzeichnet

Handschlag nach der Vetragsunterzeichnung zwischen EDM und KfW
Ein grenzüberschreitender Stromhandel und eine verlässliche Versorgung mit Strom verbessern die Bedingungen für Unternehmen und Privathaushalte.

Der CEO des nationalen Energieversorgungsunternehmens Electricidade de Mocambique (EDM) und die Leiterin des KfW-Büros in Maputo haben in Maputo einen Finanzierungsvertrag in Höhe von 30 Mio. EUR für die Finanzierung des Mosambik-Malawi Interconnectors Projektes unterzeichnet. Das Projekt besteht aus einer 218 km langen Übertragungsleitung zwischen Matambo (Mosambik) und Phombeya (Malawi).

Die neue Übertragungsleitung wird die Stromnetze Mosambiks und Malawis zusammenführen und somit erstmals eine Anbindung Malawis an den Southern African Power Pool herstellen. Ein Stromabnahmevertrag zwischen EDM und dem malawischen Energieversorger ESCOM wurde Anfang des Jahres unterzeichnet.

Die deutsche Finanzielle Zusammenarbeit (FZ) wird EDM bei der Installation eines neuen 400-kV-Umspannwerks in Matambo und beim Bau einer 142 km langen 400-kV-Übertragungsleitung unterstützen, die das Umspannwerk Matambo mit dem malawischen Teil der Verbindungsleitung verbindet. Im Rahmen des deutschen Beitrags werden Lichtwellenleiter als Voraussetzung für digitale Breitbandanwendungen an der Übertragungsleitung sowie an zwei bereits existierenden Leitungen (832 km Länge) installiert. Hierfür stellt die Bundesregierung 10 Mio. EUR aus der Initiative „Digitales Afrika“ zur Verfügung.

Die Gesamtkosten des mosambikanischen Teils des Vorhabens belaufen sich auf 100 Mio. USD. Weitere Financiers sind die Weltbank mit einem Zuschuss in Höhe von 42 Mio. USD und Norwegen in Höhe von 24 Mio. USD. Weitere 19,45 Mio. EUR für den malawischen Projektanteil stellt - über die KfW - die Europäische Union zur Verfügung.

Das Projekt ist von strategischer Bedeutung, da es Mosambik ermöglicht, Strom nach Malawi zu exportieren. Eine grenzüberschreitende, verlässliche Stromübertragung und der grenzüberschreitenden Stromhandel liegen im Interesse aller Mitgliedsländer des Southern African Power Pools. Sie wird erheblich zur Schaffung verbesserter Bedingungen für Haushalte und Unternehmen beitragen und somit die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region des südlichen Afrika vorantreiben.

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