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Somalia: Schritte auf dem Weg zu Stabilität und Entwicklung

Meldung vom 23.05.2019 / KfW Entwicklungsbank

Die KfW fördert den Aufbau von Infrastruktur in drei Städten Somalias mit 48 Mio. EUR

In Mogadischu wird der erste Stein für den Straßenbau gelegt.
In Mogadischu werden in Anwesenheit des Bürgermeisters die ersten "Mustersteine" für den Straßenbau gelegt.

Mit „Somalia“ verbinden die meisten Menschen vor allem Katastrophen- und Schreckensmeldungen: Hunger, Krieg, Dürre und Terror; landesweit sind etwa 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Es gibt zwar seit 2012 - zum ersten Mal seit Jahrzehnten - wieder eine in Grenzen handlungsfähige Regierung, die von den meisten Konfliktparteien zumindest grundsätzlich anerkannt wird. Aber noch immer hat der Staat Mühe, seine wesentlichen Funktionen zu erfüllen und die Bevölkerung mit Basisdienstleistungen zu versorgen. Im durch die jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen zerstörten Land fehlt Infrastruktur in den Bereichen Transport, Gesundheit, Bildung, Wasser- und Sanitärversorgung und Abfallentsorgung. Hinzu kommen Trockenperioden, die es in Somalia schon immer gab, deren Rhythmus sich aber beschleunigt hat. Es gibt wenig Gras und wenig Wasser für das Vieh – ein Grund, weshalb viele Menschen, die bislang von der Viehhaltung gelebt haben, in der Hoffnung auf eine Perspektive in Städte fliehen.

Straße in Simad.
Eine Straße des Programms in Simad.

In drei Städten im Süden des Landes – Mogadischu, Kismayo und Baidoa – leben etwa 2,2 Millionen Menschen, viele von ihnen Binnenflüchtlinge und Rückkehrer vor allem aus dem kenianischen Flüchtlingscamp Dadaab. Hier fördert die KfW im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Programm „Verbesserung der Lebensbedingungen in urbanen Räumen und Verbesserung der Integration von Rückkehrern“ mit rd. 48 Millionen Euro. Das Programm ist multisektoral angelegt, sodass Maßnahmen u.a. Abfallentsorgung, den Bau von Straßen, Marktplätzen, Wasser- und Abwasserleitungen etc. umfassen können. In einer ersten Projektphase wird sich das Programm auf Straßenbau sowie zugehörige Entwässerung und Straßenbeleuchtung in den Projektstädten konzentrieren. Wegen der schwachen staatlichen Strukturen und der schwierigen Sicherheitslage werden die Maßnahmen über Strukturen des Multi-Partner-Fund der Weltbank umgesetzt, zur Förderung des „State-Building“ werden aber somalische Regierungsstrukturen soweit wie möglich in Planung und Umsetzung eingebunden.

Im Frühling 2019 fand nun der feierliche Launch eines Teilprojekts zur Rehabilitierung von Straßen in Mogadischu statt. Der Bürgermeister von Mogadischu hat den Beginn der Bauarbeiten – die ersten Pflastersteine wurden verlegt - offiziell eröffnet. Für die Bürger von Mogadischu ist das ein großer hoffnungsvoller Schritt und ein Symbol für den voranschreitenden Staatsaufbau in Somalia – neben dem Wiederaufbau der Infrastruktur ein wichtiges Ziel des Vorhabens.

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