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KfW tritt PREVENT Abfall-Allianz bei

Meldung vom 10.05.2019 / KfW Entwicklungsbank

Bundesminister Gerd Müller gibt Startschuss für neue Allianz in Berlin: Gegen Abfallberge, für Kreislaufwirtschaft

Möwe auf Müllberg

Bundesminister Gerd Müller hat am 9. Mai den Startschuss für die neue PREVENT Abfall-Allianz gegeben. In Berlin stellte er den Zusammenschluss verschiedener Organisationen, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Thinktanks der Öffentlichkeit vor. PREVENT verfolgt das Ziel, den steigenden Abfallbergen weltweit entgegenzuwirken; Schadstoffe sollen minimiert, Kreislaufsysteme gefördert werden. „Müll wird immer mehr zu einer globalen Überlebensfrage wie der Klimawandel“, sagte Minister Müller in Berlin. Entsprechend lautet das Motto von PREVENT: „Gemeinsam für Kreislaufwirtschaft“.

Die KfW ist der Allianz unlängst beigetreten, die bei Gründung bereits 31 Mitglieder zählt – viele weitere sollen nach dem Wunsch des Ministers folgen. Neben den beiden Initiatoren der Allianz, dem BMZ und dem BMU, gehören ihr Institutionen wie die GIZ, das Umweltbundesamt (UBA) oder der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) an. Zudem umfasst die Allianz Mitglieder aus Wissenschaft und Forschung wie das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, große Wirtschaftsunternehmen (z.B. Nestlé) und -organisationen (BDE, RETech), sowie Nichtregierungsorganisationen wie der WWF.

Die Abfall-Allianz möchte Akteure vernetzen, Informationen bereitstellen, Know-how teilen und Demonstrationsprojekte durchführen, um eine funktionierende Abfall- und Kreislaufwirtschaft vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern in Gang zu bringen. „Wir setzen uns gemeinsam für Vermeidung, Sammlung, Recycling und Sekundärrohstoffeinsatz ein (...)“, heißt es in einer Mitteilung von PREVENT.

Konkret geht es um die vier Arbeitsbereiche: „Kunststoffabfall in Produktion und Konsum vermeiden“, „Kreisläufe für Verpackungen schließen“, „Rücknahme und Recyclingsysteme für Elektro- und Elektronikgeräte aufbauen“, „Rahmenbedingungen für Abfall- und Kreislaufwirtschaft auf kommunaler Ebene schaffen“.

Die Mitgliedschaft bei PREVENT ergänzt und erweitert das Engagement der KfW auf diesem Gebiet: Erst im vergangenen Jahr startete die KfW gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der französischen Entwicklungsagentur AFD die „Clean Oceans Initiative“ (COI). Die KfW strebt mit dieser europäischen Initiative an, die Verunreinigung der Weltmeere besonders durch Plastikabfälle zu verringern. Dafür wollen die drei Institutionen in den kommenden fünf Jahren Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Euro für Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern finanzieren.

KfW-Abteilungsleiterin Barbara Schnell, die beim Launch von PREVENT in Berlin zugegen war, sagte dazu: „Das Thema Abfall ist angesichts wachsender Müllberge und zunehmender Verschmutzung der Weltmeere ein sehr bedeutsames für uns. Wir werden unser Engagement zur Unterstützung von Kommunen in Entwicklungs- und Schwellenländern weiter verstärken.“

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