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KfW fördert Mutter-Kind-Gesundheit in Kirgisistan

Meldung vom 18.04.2019 / KfW Entwicklungsbank

Vertragsunterzeichnung zwischen Baktygul Jeenbaeva und Dr. Patrick Rudolph
Vorne: Baktygul Jeenbaeva (Finanzministerin der Kirgisischen Republik) und Dr. Patrick Rudolph. Hintere Reihe v.l.n.r.: Oleg Pankratov (Wirtschaftsminister der Kirgisischen Republik), Norbert Barthle (Parlamentarischer Staatssekretär), Michael Evers (Regionalbeauftragter Kaukasus/Zentralasien)

Am 16. April wurden in Berlin drei Verträge im Bereich Mutter-Kind-Gesundheit mit der kirgisischen Regierung unterzeichnet. Für das kirgisische Finanzministerium unterzeichnete im Beisein des Parlamentarischen Staatssekretärs im BMZ, Norbert Barthle, Finanzministerin Jeenbaeva; für die KfW Michael Evers und Dr. Patrick Rudolph.

Mit den Mitteln von insgesamt 21 Mio. Euro werden in drei Landesteilen Kliniken zur Versorgung von Risikoschwangerschaften und Frühgeborenen bzw. erkrankten Säuglingen auf- und ausgebaut und mit den erforderlichen Geräten ausgestattet. Ergänzend kommen – je nach Standort unterschiedlich – Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen hinzu. So soll die Klinik in Bishkek als Lehrkrankenhaus für die landesweite Ausbildung von geburtsmedizinischem Fachpersonal dienen; in Talas (im Nordosten des Landes) wird eine telemedizinische Plattform eingeführt, die dem verbesserten Austausch zu Risikofällen dient.

In Kirgisistan ist die Mütter- und Kindersterblichkeit hoch: Laut UNICEF-Statistiken sterben 38 von 1.000 Kindern vor ihrem fünften Geburtstag, die Müttersterblichkeit liegt bei 69 Frauen auf 100.000 Lebendgeburten. Zum Vergleich: in Deutschland sind es 3,4 Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren pro 1.000 Lebendgeburten bzw. sechs mütterliche Todesfälle bei 100.000 Lebendgeburten.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich seit vielen Jahren im Gesundheitssektor des Landes. Kirgisistan ist nur eingeschränkt dazu in der Lage, mit eigenen Mitteln eine angemessene medizinische Versorgung für die Bevölkerung zu gewährleisten. Durch die Stärkung des Gesundheitssystems auf allen Ebenen soll das Partnerland langfristig in die Lage versetzt werden, die Herausforderungen im Gesundheitswesen aus eigener Kraft zu bewältigen. In Übereinstimmung mit der nationalen Gesundheitsstrategie engagierte sich die FZ bislang vor allem in den Bereichen Mutter-Kind-Gesundheit sowie der Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Zukünftig wird der Fokus auf der Verbesserung der Qualität der Basisgesundheitsversorgung (einschließlich der Notfallversorgung) liegen.

Anlass für die Zeremonie war der Besuch des kirgisischen Präsidenten Sooronbaj Jeenbekov in Deutschland mit einer großen Wirtschaftsdelegation. Deutschland will die Zusammenarbeit mit Kirgisistan in den Bereichen Jugend, Bildung, Forschung und Wirtschaft ausbauen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Besuch des kirgisischen Präsidenten Sooronbaj Jeenbekov in Berlin.

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