Meldung vom 15.11.2018 / KfW Entwicklungsbank
Die globale Verkehrswende gestalten
KfW richtet internationale Konferenz zu nachhaltiger Mobilität aus
Die KfW Entwicklungsbank widmet ihr diesjähriges Development Finance Forum dem Zukunftsthema Verkehr. Unter dem Titel "Getting on the Right Track – the Future of Urban Mobility" lädt sie am 18. und 19. Dezember zu einem internationalen Kongress in die KfW nach Frankfurt ein. Teilnehmen werden Verkehrsexperten aus allen Weltregionen, der Politik, Wissenschaft und von Nichtregierungsorganisationen. Bei der zweitägigen Veranstaltung soll es vor allem um Lösungen für die Verkehrsprobleme in den großen Städten der Entwicklungsländer gehen.
Im Verkehrssektor wächst der CO2-Ausstoß weiterhin sehr schnell. Das hat mit der größeren Mobilität weltweit, vor allem aber in urbanen Zentren, zu tun, ohne die wirtschaftliche Entwicklung nicht denkbar ist. So fahren heute zum Beispiel zirka eine Milliarde Autos auf den Straßen der Welt, bis zum Jahr 2050 sollen es drei Milliarden sein. Die Zahlen zeigen: Ohne neue Antriebe und andere Mobilitätsmuster werden sich weder der Klimawandel noch die Energiewende beherrschen beziehungsweise bewerkstelligen lassen.
Dazu kommt, dass die bisherigen Verkehrsgewohnheiten auch noch mit einem hohen Preis verbunden sind und in vielen Städten immer neue Staus produzieren. So entstehen neben den direkten Kosten in Form von überhöhten Fahrpreisen für die wenigen zugänglichen Transportmittel, die es gibt, auch noch Zeitverluste und wirtschaftliche Einbußen.
Trotzdem ist die Verkehrswende bisher hauptsächlich ein Thema für Industrie- und einige Schwellenländer, nicht aber für Entwicklungsländer. Dabei wachsen dort die Städte schneller als irgendwo sonst – und mit ihnen der Bedarf nach Mobilitätsangeboten. Wie auf Dauer mehr Menschen und Güter bewegt werden können, ohne die Umwelt weiter zu belasten, welche Möglichkeiten es gibt, außer immer neue Straßen und Autobahnen zu bauen, darum dreht sich der Expertenaustausch bei der KfW im Dezember.
Dabei versteht sich die KfW, die ihre Förderung auf diesem Gebiet künftig deutlich ausweiten wird, auch als Wegbereiter für die – deutsche – Privatwirtschaft, ohne deren Engagement die globalen Verkehrsprobleme nicht in den Griff zu bekommen sind.
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