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Vier neue Metrolinien für Lima

Meldung vom 27.12.2016 / KfW Entwicklungsbank

Die KfW unterstützt das wichtigste Verkehrsvorhaben Perus

Immer mehr Autos, aber kaum öffentlicher Nahverkehr: Im Großraum Lima leben etwa neun Millionen Menschen, der Verkehr nimmt stetig zu. Perus Regierung will in der Hauptstadt daher ein komplettes Netz von Metrolinien einrichten. Die KfW Entwicklungsbank unterstützt das lateinamerikanische Land dabei im Auftrag der Bundesregierung mit einem Förderkredit von 192 Millionen Euro.

In Lima leben etwa 30 Prozent der Bevölkerung des Landes, doch der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) besteht bisher neben Bussen nur aus einer einzigen Metrolinie. Der Ausbau des ÖPNV gehört zu den Prioritäten der Regierung. Die bestehende Metrolinie soll nach und nach durch vier weitere ergänzt werden.

Die stark frequentierte Metrolinie 1 verläuft oberirdisch, von Süden nach Norden. Eine zweite Metrolinie soll diese im Stadtzentrum kreuzen und von West nach Ost führen. Ihr ist der KfW-Förderkredit gewidmet. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 5,8 Mrd. US-Dollar, von denen etwa die Hälfte durch verschiedene Entwicklungsbanken finanziert wird. Die KfW Entwicklungsbank übernimmt davon im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 192 Mio. Euro. Die weiteren Linien sollen diese beiden Herzstücke des Metro-Systems später ergänzen und die Innenstadt auch mit dem Internationalen Flughafen Jorge Chavez verbinden.

Die Linie 2 soll im Jahr 2019 in Betrieb gehen und täglich Hunderttausende Menschen durch Lima transportieren. Bis es soweit ist, müssen allerdings noch die notwendigen Tunnel, Gleise, alle Signal- und Kommunikationsanlagen, Stationen sowie Gebäude errichtet werden.

Mit den neuen Metro-Linien leistet Peru einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, gleichzeitig vergrößert sich auch das Transportangebot für Limas Bürger. Dies kommt vor allem bisher benachteiligten Bevölkerungsschichten zugute: "Durch das Angebot von sicheren und günstigen ÖPNV-Systemen können die Menschen, die in den Randzonen der Stadt leben, besser am wirtschaftlichen und sozialen Leben teilnehmen", erklärt Christian Garve, Leiter des KfW-Büros in Lima.

Metrolinien sparen Emissionen

Vertreter Perus und der KfW Entwicklungsbank haben Ende Dezember in Lima den Kreditvertrag unterzeichnet. KfW-Teamleiter Michael Evers bezeichnete das Projekt als einen "wichtigen Schritt für Perus Hauptstadt" und "Teil der internationalen Verkehrswende", wie sie die Staatengemeinschaft beim Habitat III-Gipfel im ecuadorianischen Quito im Oktober beschlossen hat.

Das Projekt in Peru bildet als Teil des deutschen Engagements für nachhaltige Verkehrssysteme ein Element der Transformative Urban Mobility Initiative (TUMI) der Bundesregierung. Für diese plant die KfW Entwicklungsbank allein im Jahr 2017 Neuzusagen von rund einer Milliarde Euro, die vor allem dem nachhaltigen ÖPNV zugute kommen sollen.

Ein bunter Markt in Peru
Der öffentliche Nahverkehr bietet auch ärmeren Bewohnern Limas die Möglichkeit, schnell und preiswert in die Innenstadt zu kommen.

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