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Habitat: Mobilität in Städten fördern

Meldung vom 18.10.2016 / KfW Entwicklungsbank

KfW stellt eine Milliarde Euro für umweltfreundlichen Nahverkehr bereit

Auf der Habitat-III-Konferenz in Quito hat Deutschland gleich am ersten Tag der Konferenz seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung vorgestellt: Dabei handelt es sich um eine Initiative, die urbane Mobilität in aller Welt fördern soll. Die KfW stellt dafür im Auftrag der Bundesregierung allein im Jahr 2017 rund eine Mrd. EUR bereit. Damit werden etwa Straßenbahnen, Metros und Fähren finanziert.

"Städte sind entscheidend für die Lösungen der Zukunft", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum Auftakt der dritten Weltsiedlungskonferenz im ecuadorianischen Quito. "Sie spielen eine gewaltige Rolle, um Armut zu beenden." Die Habitat-Konferenz, die alle 20 Jahre stattfindet, diskutiert die Zukunft des Wohnens und der Städte. Schon heute lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten. Bis zum Jahr 2050 werden nochmal 2,5 Mrd. Menschen hinzukommen – ein historisch einmaliger Prozess. Damit die Städte umwelt- und sozialverträglich wachsen, müssen Gebäude energieeffizient gebaut und Verkehrssysteme so strukturiert werden, dass der tägliche Verkehrskollaps vermieden und Transport erschwinglich wird.

"Habitat III ist ein kritischer Moment, um die Entwicklung von Städten nachhaltig zu gestalten", betonte Joan Clos, Geschäftsführer des UN Siedlungsprogramms Habitat. Zum Abschluss der viertägigen Konferenz wollen die Mitgliedstaaten eine neue Agenda zur nachhaltigen städtischen Entwicklung verabschieden. Die "New Urban Agenda" soll den Städten dieser Welt als Richtschnur für die nächsten 20 Jahre dienen. "Sie stellt eine Vision für die Zukunft dar, in der jeder Einzelne Zugang zu den Vorteilen der Urbanisierung hat."

Am ersten Konferenztag stellte die Unterabteilungsleiterin Tanja Rödiger-Vorwerk vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen deutschen Beitrag zur Umsetzung der New Urban Agenda vor: Eine "Transformative Urban Mobility Initiative" (TUMI), die vor allem den nachhaltigen Öffentlichen Personennahverkehr in den wachsenden Städten der Entwicklungs- und Schwellenländer fördern soll. Die KfW plant, allein für das Jahr 2017 rund 1 Mrd. EUR für die Finanzierung bereitzustellen.

Straßenbahnen, S- und U-Bahnen, Fähren, Fußgänger- und Radwege, Seilbahnen, Verkehrssteuerungs- und Leitsysteme, Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und zur Vermeidung von Verkehr sowie Stadt-Land Verbindungen – das alles könnte im Rahmen von TUMI finanziert werden. Die geplanten Zusagen für 2017 sollen für mehr als 250.000 Menschen bessere Verkehrsdienstleistungen anbieten und bis zu 2,5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent einsparen. Zudem erwartet die KfW als Folge der neuen Initiative, dass die Verkehrsunfälle und die Belastungen durch Feinstaub zurückgehen.

KfW-Abteilungsleiter Marc Engelhardt bezeichnete TUMI als einen wichtigen Baustein zu einer weltweiten Verkehrswende. "Die internationale Gemeinschaft will in Quito die Weichen dafür stellen, dass Urbanisierung in nachhaltige Bahnen gelenkt werden kann. Wir als KfW wollen dazu mit unseren Partnern vor Ort einen spürbaren Beitrag leisten. Wir können dabei auf unsere langjährigen Erfahrungen zurückgreifen, wollen aber auch neue Wege gehen."

Die KfW hat ihr Engagement für nachhaltige Stadtentwicklung bereits merklich ausgeweitet. Über die Hälfte der KfW-Fördermittel fließt schon heute in städtische Projekte, etwa für inklusive Wohnungsbauprojekte und energieeffiziente Gebäude, den öffentlichen Nahverkehr, städtische Klimaanpassung oder die Versorgung durch Wasser-, Abwasser-, Abfall oder Stromnetze. Wegen des hohen Investitionsbedarfs, der nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren auf die Städte zukommt, wird die KfW dieses Engagement weiter ausbauen – unter anderem im Rahmen von TUMI.

Straßenbahnen, Metros und Radwege könnten den Verkehr in den Großstädten der Entwicklungsländer umweltfreundlicher machen.

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