Meldung vom 21.01.2016 / KfW Entwicklungsbank
Königlicher Besuch beim Ranger-College
Prinz Harry engagiert sich für Naturschutz und gegen Wilderei
Das von der KfW unterstützte "South African Wildlife College" (SAWC) bekam kürzlich königlichen Besuch. Prinz Harry von Wales hielt vor Absolventen des Colleges im Krüger Nationalpark eine Rede und bezeichnete die Parkranger als "Helden", deren Beruf und Kampf gegen die Wilderei gar nicht hoch genug geschätzt werden könnten. An dem College werden seit fast 20 Jahren junge Afrikanerinnen und Afrikaner zu Rangern und Naturschutz-Managern ausgebildet. Die KfW Entwicklungsbank fördert das College im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und hat dessen Aufbau von Anfang an begleitet. Seit 1997 haben dort mehr als 15.000 Männer und Frauen studiert.
"Jedes Jahr werden weitere rund 50 Studentinnen und Studenten im ‚Wildlife area management‘ ausgebildet", erläutert der KfW-Projektmanager Nils Meyer, "zusätzlich gibt es zahlreiche Kurzzeit-Trainingskurse für die Ranger in den Parks." Aktuell wird der Campus erweitert. Die KfW finanziert mit insgesamt 4 Mio. EUR den Auf- und Ausbau von Unterkünften, Unterrichtsstätten und mobilen Trainingseinheiten sowie eine umweltgerechte Wasser- und Stromversorgung. Der Ausbau ist notwendig, um den gestiegenen Studentenzahlen und den damit verbundenen höheren betrieblichen Anforderungen im Nationalpark gerecht zu werden.
Prinz Harry informierte sich ausführlich über die Arbeit des College
Prinz Harry nahm sich bei seinem Besuch viel Zeit mit Rangern und den Mitarbeitern im Park zu sprechen. Er ließ sich ausführlich über die Arbeit des Colleges und den Kampf gegen die Wilderei informieren. Auch Nils Meyer hatte die Gelegenheit zu einem Gespräch. "Ich war sehr beeindruckt, vom Interesse und dem Wissen des Prinzen über den Natur- und Wildschutz im südlichen Afrika", betonte Meyer. In seiner Rede wies Harry nachdrücklich auf die Gefährdung von Nashörnern hin. "Alleine 2015 sind in Südafrika 1.500 Nashörner getötet worden, also im Durchschnitt vier pro Tag", beklagte er. Wenn die Wilderei nicht gestoppt werde, gebe es in 25 Jahren in Afrika keine Nashörner und auch keine Elefanten mehr. Der Kampf gegen die Wilderei sei ein Test für die Menschheit.
Der Prinz kündigte an, dass auch die britische Organisation "United for Wildlife", dessen Botschafter er ist, den Ausbau des Colleges unterstützen wird. Darüber hinaus hofft das SAWC, dass der medienwirksame Besuch von Prinz Harry weitere Spender und Sponsoren mobilisiert. Denn rund 50 % der Betriebskosten für die Ausbildungsgänge müssen über Spenden finanziert werden. Auch die KfW Stiftung trägt hierzu mit Stipendien für Studentinnen aus dem südlichen Afrika bei.
Die Arbeit des Colleges wirkt weit über die Grenzen Südafrikas hinaus. Es kooperiert mit nationalen Trainingseinrichtungen in den Ländern des südlichen Afrika und mit einem weiteren regionalen Center in Tansania. Außerdem gibt es Kooperationen mit Hochschuleinrichtungen, wie künftig mit der University of Namibia in Katima Mullilo, die ebenfalls durch die KfW Entwicklungsbank unterstützt wird.
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