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Meldung vom 03.12.2020 / KfW Entwicklungsbank

Indonesien: EU, AFD und KfW Entwicklungsbank fördern nachhaltige Infrastruktur

geothermische Rohre
Um seine Potenziale nutzen zu können, benötigt Indonesien Investitionen in eine nachhaltige Infrastruktur.

Indonesiens Wirtschaft verzeichnet seit Jahrzehnten ein stetiges Wachstum. Doch der Ausbau der Infrastruktur kann nicht mithalten. Zunehmender Verkehr, starke Luftverschmutzung belasten die 270 Millionen Einwohner. Nur mit besseren öffentlichen Dienstleistungen, und mit einer sauberen Energieversorgung, kann das Land seine Potenziale nutzen. Die Regierung arbeitet daher an einem milliardenschweren Investitionsprogramm. Ein zentraler Akteur dabei ist die Finanzinstitution PT SMI (Sarana Multi Infrastruktur), die zur nationalen Förderbank Indonesiens ausgebaut werden soll.

Die Europäische Union und die KfW Entwicklungsbank unterstützen diesen Weg im Rahmen des Programms „Support for Infrastructure Investments in Indonesia“ (S4I). Die EU stellt der PT SMI über die KfW einen Zuschuss in Höhe von gut 16 Mio. Euro zur Verfügung – am 2. Dezember unterzeichneten Edwin Syahruzad (Präsident und Direktor von PT SMI) und Angela Tormin (Direktorin KfW-Büro Jakarta) die Vereinbarung. Die KfW wird PT SMI beratend begleiten und dabei auch ihre jahrzehntelange eigene Erfahrung als Förderbank einbringen. Auch andere internationale Finanziers arbeiten mit PT SMI zusammen, insbesondere die französische AFD, mit der sich die KfW eng abstimmt.

Der Auftrag der PT SMI als staatlicher Infrastrukturfinanzierungsgesellschaft ist es, Gemeinden, staatliche Unternehmen, private kleine und mittlere Unternehmen sowie öffentlich-private Partnerschaften zu unterstützen. Wesentlicher Bestandteil des Engagements der KfW ist der Aufbau einer Projektentwicklungsfazilität für die kommunale Entwicklung und für erneuerbare Energien. Im Fokus stehen unter anderem die Abfallwirtschaft, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, soziale Infrastruktur wie Schulen oder Krankenhäuser, und der öffentliche Nahverkehr. Großes Potenzial hat in Indonesien zudem die Nutzung von geothermischer Energie. Die über die KfW bereitgestellten EU-Mittel ermöglichen es PT SMI, Kommunalregierungen und private Investoren bei der Projektvorbereitung und bei Aspekten des Umwelt- und Sozialschutzes zu unterstützen. Das Ziel: Projektvorschläge sollen sowohl finanziell als auch technisch und ökologisch tragfähig ausgestaltet sein. PT SMI selbst wird Strukturen und Prozesse aufbauen, um Risiken in den Projekten zu identifizieren. Nicht zuletzt geht es dabei um die Umwelt- und Sozialverträglichkeit, für die nach international anerkannten Standards Bewertungen vorgenommen und Gegenmaßnahmen ausgearbeitet werden.

Direktor Edwin Syahruzad freute sich bei der Vertragsunterzeichnung auf die gemeinsame Arbeit: „Das Ziel dieser Vereinbarung ist es, PT SMI zu ermöglichen, mehr Investitionen in kommunale Projekte sowie erneuerbare Energien zu fördern. Sie wird den Übergang zu einer Low-Carbon-Economy beschleunigen und außerdem zur ökonomischen Stabilisierung nach der Pandemie beitragen.“

Christian Krämer, Direktor Ost- und Südostasien in der KfW Entwicklungsbank, bedankte sich für die Partnerschaft zwischen PT.SMI, EU und AFD: „Wir freuen uns über die hervorragende Zusammenarbeit mit PT SMI, EU und AFD. Mit unseren gemeinsamen Anstrengungen werden wir zum Klimaschutz und zu nachhaltigem Wachstum in Indonesien beitragen. Insbesondere S4I ist ein Eckpfeiler für die Förderung von SDG 1 in Indonesien und den Übergang zu einer grünen Wirtschaft und wird somit für viele indonesische Gemeinden einen Unterschied machen. Die EU-Mittel in Höhe von 16 Millionen Euro werden Investitionen in erneuerbare Energien und kommunale Infrastruktur unterstützen und damit die Grundlage für zukünftige KfW-Finanzierungen für Stadtentwicklung und erneuerbare Energien in Form von Kreditlinien legen".

Somit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass die KfW Entwicklungsbank dem bevölkerungsreichen Land in naher Zukunft auch über die Finanzierung konkreter Infrastrukturvorhaben bei der Erschließung seines großen Potenzials helfen kann.

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