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Biodiversität profitiert dank zusätzlicher BMZ-Mittel

Meldung vom 17.11.2020 / KfW Entwicklungsbank

Ein Bauer mit zwei großen Gießannen in den Händern läuft vorsichtig über ein frisch besätes Feld.
Gemüseanbau in Kolumbien.

Seit seiner Gründung 2014 werden über den Eco Business Fund mit Mitteln des BMZ private, kleine und mittelständische Unternehmen in Lateinamerika und in der Karibik (LAK) beim Aufbau umwelt- und klimaschonender Geschäftsmodelle unterstützt. Nun wurde der Eco Business Fund Latin America um 63 Mio. EUR aufgestockt. Die BMZ-Mittel sollen auch Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Unternehmen abfedern.

Die in Lateinamerika und der Karibik bestehende große Vielfalt an Biodiversität und natürlichen Ressourcen ist zunehmend bedroht. Durch Landnutzungsänderungen, Wasserverschmutzung und nicht nachhaltige Formen der Fischerei und des Tourismus wird die Natur immer weiter in Mitleidenschaft gezogen. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, den Umbau des Wirtschaftssystems hin zu einer umweltbewussten „Green Economy“ zu fördern. Hierbei spielt der Finanzsektor eine wichtige Rolle, da die effiziente und bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapital für eine optimale Umsetzung der grünen Investitionen erforderlich ist.

Die KfW Entwicklungsbank war 2014 Mitbegründer des Eco Business Funds. Als strukturierter Wirkungsfonds (Impact Investment Fonds) baut er mit Hilfe öffentlicher Gelder Marktbarrieren ab und mobilisiert zusätzliches privates Kapital für Investitionen in ressourcenschonende und nachhaltigere Produktionsformen. Das aktuelle Fondsvolumen beläuft sich auf 386,3 Mio. USD und wird von kommerziellen Banken, bi- und multilateralen Institutionen, Regierungen und NGOs getragen. Die KfW ist als Treuhänder mit Mitteln des BMZ und der EU sowie mit Eigenmitteln am Fond beteiligt. Zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten des Fonds zählen mittel- und langfristige Kreditlinien für die bisher 20 Partnerfinanzinstitutionen. Diese werden in Form von grünen Finanzprodukten an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für Investitionen in klimafreundliche Produktionsformen weitergeleitet. Der Fokus der KMU-Finanzierung liegt auf dem Landwirtschaftssektor im Bereich der Primärproduktion sowie der landwirtschaftlichen Verarbeitung und Fischerei/Aquakultur. So wird mit den KMU-Investitionen über den Eco Business Fond nicht nur der Erhalt der Biodiversität gefördert, sondern auch zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen beigetragen.

Mit den Mitteln, die vom BMZ auch vor dem Hintergrund der Unterstützung der Partner in der Corona-Pandemie bereitgestellt wurden, konnte die BMZ-Treuhandbeteiligung um 62 Mio. EUR erhöht werden. Der Vertrag wurde bereits im Oktober unterzeichnet, die Auszahlung erfolgte am 16.11.2020. Auch die Begleitmaßnahme zur technischen Unterstützung der Partner wurde um 1 Mio. EUR aufgestockt. Damit können beispielsweise KMU beim Erwerb von Umweltzertifikaten unterstützt und auch Neukunden der Partnerbanken erreicht werden, die ihre Produktionsprozesse nachhaltig umgestalten wollen.

Die Aufstockung des Fonds in der aktuellen Krisenlage zeigt das besondere Engagement des BMZ und der KfW für KMUs in der ökologischen Landwirtschaft und setzt ein deutliches Zeichen für die Ausweitung nachhaltiger und umweltschonender Geschäftstätigkeiten auch in Zeiten von Corona. So wird ein elementarer Beitrag in Richtung „Green Economy“ geleistet.

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