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KfW Entwicklungsbank unterstützt Bau von vier Krankenhäusern im Irak

Meldung vom 27.07.2020 / KfW Entwicklungsbank

Vorbereitung auf Höhepunkt der Coronawelle läuft im Eiltempo

Pflegerinnen und Pfleger an der Rezeption.
Die Pflegekräfte stellen sich auf eine steigende Anzahl an COVID-19-Patienten ein.

Die Fallzahlen der COVID-19-Infizierten schnellen auch im Irak in die Höhe. Im Herbst wird der Peak der Erkrankungen erwartet. Bis dahin sollen mindestens vier neue Krankenhäuser in den größten Städten des Landes gebaut sein. Die KfW finanziert den Bau im Auftrag der Bundesregierung mit zunächst 15 Mio. EUR. Der Vertrag wurde am 23. Juli 2020 unterzeichnet.

Ende April wurden Ausgangssperren und Corona-Restriktionen im Irak aufgehoben. Seither steigen die Fallzahlen der Erkrankten stark an. Im Herbst wird ein Höhepunkt der Infektionen erwartet, der die Infrastruktur der Gesundheitseinrichtungen überfordert. Dann werden knapp 50.000 Betten in Krankenhäusern, davon 12.000 Intensivbetten, allein für die Behandlung von COVID-19-Kranken benötigt. Im Irak gibt es jedoch bisher nur knapp 50.000 Krankenhausbetten überhaupt, davon etwa 700 Intensivbetten.

Zur Unterstützung des irakischen Gesundheitssystems finanziert die KfW im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Bau von mindestens vier Krankenhäusern mit zunächst 15 Mio. EUR. Es wird geprüft, ob in einer weiteren Phase weitere Krankenhäuser finanziert werden können.

Eine Simulation des Ansteckungsverlaufs nach einem WHO-Modell ergab, dass die Ballungsräume die höchsten Fallzahlen erleiden werden. Daher sind die vier Krankenhäuser in den Großstädten Baghdad, Basra, Niniveh und Süleymaniye geplant. Sie werden zunächst in modularer Fertigbauweise als Behelfskrankenhäuser errichtet, können jedoch langfristig als reguläre Hospitäler dienen. Jedes Krankenhaus wird 100 Betten haben, davon 40 Intensivbetten. Kurzfristig werden davon über 7.000 Patienten direkt profitieren. Doch die gesonderte Behandlung von COVID 19-Erkrankten in getrennten Einrichtungen ist für alle Patienten des Landes von Vorteil, weil ansonsten eine Isolierung nicht garantiert werden könnte.

„Dies ist eine schnelle und schlanke Antwort auf die Pandemie im Irak, wir müssen jedoch das Rennen gegen die Zeit gewinnen und die Krankenhäuser errichten, bevor die Fallzahlen weiter in die Höhe schnellen“, betont KfW-Portfoliomanager Moritz Remé. Nach vielen Jahren bewaffneter Konflikte ist der Bedarf an Wiederaufbau im Irak besonders hoch. Die Einkommen aus dem Ölgeschäft sind durch den starken Preisverfall der letzten Monate gesunken. Die Hilfe aus Deutschland wird daher im Irak dringend benötigt.

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