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Schutz der Armenviertel El Salvadors vor Naturkatastrophen

Meldung vom 28.01.2020 / KfW Entwicklungsbank

Müll in einem kleinen Bach, der durch die Wellblechhütten eines Slums führt
Armenviertel in Zentralamerika. Bei Starkregen sind sie einem hohen Überschwemmungsrisiko ausgesetzt.

Die KfW fördert im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit 23 Mio. EUR den Schutz von Armenvierteln vor Naturkatastrophen in der Hauptstadt von El Salvador. Infolge des Klimawandels nehmen Überschwemmungen und Erdrutsche in dem mittelamerikanischen Land zu. Der Vertrag zu dem Vorhaben wurde im Dezember 2019 unterzeichnet.

El Salvador ist eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder. Wirbelstürme und Hurrikane bringen Starkregen mit sich, der Überschwemmungen und Hangrutschungen auslöst. Im Großraum der Hauptstadt San Salvador sind vor allem die Stadtviertel der ärmeren Bevölkerung besonders gefährdet.

Die KfW fördert in den kommenden fünf Jahren umfangreiche Baumaßnahmen zum Schutz der Armensiedlungen. Dazu gehören etwa der Bau von Anlagen zur Versickerung von Regenwasser sowie die Bewaldung von Wassereinzugsgebieten, um die Überschwemmungen bei Hochwasser zu begrenzen. Böschungen werden stabilisiert, um ein Abrutschen von Gebäuden zur verhindern. Wohnhäuser in den Armensiedlungen werden durch stärkere Dächer, Wände und Fundamente gegen Starkwind geschützt. Wenn durch solche Maßnahmen kein sinnvoller Schutz möglich ist, wird einzelnen Familien neuer Wohnraum in sicheren Gebieten zur Verfügung gestellt.

Schulung und Bewusstseinsbildung

Doch damit nicht genug. Neben den Baumaßnahmen erfolgt auch ein Ausbau des Frühwarnsystems. Bewohner, Stadtteilgruppen, Behörden und Handwerker werden geschult, wie sie mit den Risiken des Klimawandels besser umgehen, sowie die notwendigen Messstationen installiert. Umgesetzt wird das Programm gemeinsam durch das Infrastruktur- und das Wohnungsbau-Ministerium, die eng mit dem Umweltministerium und dem Zivilschutz zusammen arbeiten werden. „Vor allem in den informellen Siedlungen mit ihren rund 600.000 Einwohnern ist der Schutz vor Naturkatastrophen bisher völlig unzureichend“, betont KfW-Expertin Katrin Enting-Pauw. „Diese brauchen besonders schnelle Unterstützung.“

Vor allem die Armen profitieren

Zum ersten Mal fördert die KfW damit ein Vorhaben im Bereich der Klimaanpassung im städtischen Bereich in El Salvador. Ein ähnliches Projekt besteht bereits im Nachbarland Honduras, das ebenfalls den Schutz der Bevölkerung in den städtischen Armenvierteln der Hauptstadt zum Ziel hat. Für 2020 ist der Start eines regionalen GIZ-Programms zum Katastrophenrisikomanagement in Zentralamerika geplant, das die zwei KfW-Programme ergänzen wird.

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