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Risiken für Energieprojekte in Afrika werden abgesichert

Meldung vom 22.01.2020 / KfW Entwicklungsbank

Unterzeichnung des ersten EFDS-Garantievertrags

Zwei Männer schütteln sich im Beisein eines dritten die Hände.
Die Unterzeichner des Vertrages (v.l.n.r): Helmut Gauges (KfW), Koen Doens (Generaldirektor DEVCO) und Christian Danielsson (Generaldirektor NEAR).

Die Bevölkerung in Afrika wächst rasant – bis 2040 wird die Zahl um 800 Millionen auf dann mehr als 2 Milliarden Menschen steigen. Damit wächst auch der Energiehunger – und der soll vorzugsweise durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Rund 600 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika haben heute keinen Zugang zu Elektrizität, in den meisten Ländern steht nur für einen begrenzten Zeitraum pro Tag Strom zur Verfügung. Jährliche Investitionen von rund 20 Mrd. USD werden für den Aufbau von Energieinfrastruktur benötigt.

In diesem Kontext steht der europäische Externe Investitionsplan (EIP), an dem die KfW beteiligt ist. Mit dem EIP soll ein Investitionsvolumen von bis zu 44 Mrd. EUR in Afrika und den EU-Nachbarschaftsregionen bis 2020 mobilisiert werden. Ziele sind die Minderung von Fluchtursachen, Klimaschutz sowie die Förderung des Privatsektors. Der EIP baut auf den bekannten EU-Blending-Fazilitäten auf und bietet zusätzlich ein Angebot zur Risikoübernahme. Zum EIP gehört ein Investitionsfonds, der European Fund for Sustainable Development (EFSD), der unter anderen ein neues Garantieinstrument (EFSD Guarantee) umfasst – und dazu gehört die African Energy Guarantee Facility.

Am 22. Januar wurde in Brüssel der erste EFSD-Garantievertrag von der KfW unterzeichnet. Damit kann die KfW der African Energy Guarantee Facility (AEGF) als Garant beitreten – so kann die Rückversicherungskapazität der Fazilität auf 1 Mrd. USD angehoben werden. Das ermöglicht den Zugang zu erschwinglichen Kreditrisikoversicherungen für Energieprojekte in Afrika. In der Vergangenheit waren die Versicherer sehr begrenzt in ihrer Fähigkeit, Risiken wie Zahlungsausfall oder auch politische Risiken abzudecken. Mit der Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der KfW wird die Afrikanische Handelsversicherungsagentur (ATI), in Partnerschaft mit der MünchenerRück langfristige Investitionsversicherung für nachhaltige Energieprojekte zur Verfügung stellen.

Ambitionierte Ziele: durch den Beitrag der EU-Kommission werden direkt 200 Jobs geschaffen und die Stromversorgung für mehr als 400.000 Personen gesichert. Dafür sollen jährlich mehr als 500 GWh Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt und damit pro Jahr – bei einer Laufzeit von fünfzehn Jahren – über 350.000t CO2 vermieden werden.

African Energy Guarantee Facility

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