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KfW fördert klimaresiliente Infrastruktur in Indien

Meldung vom 07.11.2019 / KfW Entwicklungsbank

Kaputte Straße
Abgeschnitten von der Außenwelt.

Die KfW stellt 170 Millionen Euro für den klimaresilienten Wiederaufbau beschädigter Straßen im indischen Bundesstaat Kerala zur Verfügung. Hierzu hat sie im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zwei Darlehensverträge in entsprechender Gesamthöhe mit dem indischen Staat abgeschlossen. 2018 hatte ein verheerender Monsun gewaltige Schäden in der im Süden Indiens gelegenen Region angerichtet. Da sich der Bundesstaat Kerala mit einem substanziellen Betrag an dem Vorhaben beteiligt, können insgesamt bis zu 500 Kilometer Straßen wiederhergestellt werden. Durchgeführt wird das Projekt vom Public Works Department der Regionalregierung im Rahmen der „Rebuild Kerala Initiative“, die nach den Überschwemmungen zum klimaresilienten Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur ins Leben gerufen wurde.

Dabei ist es das gemeinsame Ziel der KfW und ihrer indischen Partner, die Straßeninfrastruktur widerstandsfähiger zu machen. Aufgrund des Klimawandels kommt es während des jährlichen Monsuns häufiger als früher zu Regenfällen katastrophalen Ausmaßes, die auch Verkehrswege zerstören. Deshalb ist es wichtig, neue Trassen von vornherein klimaresilient zu bauen. Dies kann bedeuten, sie höher zu legen, sie mit ausreichend großen Abwasserkanälen zu bestücken und angrenzende Hänge so zu stabilisieren, dass die Erde auch bei starkem Regen nicht abrutscht und den Verkehr blockiert.

In der Tat zeigte sich während der Katastrophe des vergangenen Jahres in Kerala, dass widerstandsfähig gebaute Straßen den Fluten standhielten. Somit unterstützt das Vorhaben die Bemühungen des Landes, die schädlichen Folgen des Klimawandels abzufedern. Denn auch bei Überschwemmungen werden die neuen Straßen befahrbar bleiben.

Die Flutkatastrophe 2018 war die schlimmste in Kerala in den vergangenen 100 Jahren. Rund ein Sechstel der 30 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner des Bundesstaates war betroffen. 1,4 Millionen mussten zeitweise in Notunterkünfte verbracht werden, etwa 500 Menschen verloren ihr Leben. Die Kosten des Wiederaufbaus werden von der Weltbank auf 3,2 Milliarden Euro geschätzt, davon entfällt fast ein Drittel allein auf die Straßeninfrastruktur.

Kerala ist wesentlich dichter besiedelt als der Rest des Landes und verfügt daher über ein vergleichsweise größeres Straßennetz. Für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und somit auch das Einkommen der Bevölkerung sind intakte Straßen unerlässlich. Über sie werden 85 Prozent des Personen- und 75 Prozent des Güterverkehrs abgewickelt.

Straße nach Erdrutsch
Beschädigte Straße nach Erdrutsch

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