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Meldung vom 14.07.2021 / KfW Entwicklungsbank

Engagement zu Klimaversicherungen ausgeweitet - Neue Phase für InsuResilience Solutions Fund

zwei Männer unterschreiben Papiere
Dr. Frank Weiler, KfW-Teamleiter städtische und soziale Entwicklung in der Abteilung Lateinamerika und Karibik und Prof. Dr. Nils Stieglitz Präsident der Frankfurt School unterschreiben den Vertrag.

Der InsuResilience Solutions Fund (ISF) unterstützt innovative Produkte im Bereich Klimarisikoversicherungen für Entwicklungs- und Schwellenländer, um die Folgen des Klimawandels abzumildern. Die KfW etablierte den ISF im Auftrag des BMZ im Jahr 2019; die Frankfurt School of Finance and Management setzt das Programm um, das jetzt in eine neue Phase geht.

Am 9. Juli haben KfW und Frankfurt School die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit beim ISF formell besiegelt. Zugleich hat die KfW ihre Unterstützung für den ISF um weitere 45 Mio. EUR Zuschussmittel des BMZ aufgestockt. Damit trägt sie der starken Nachfrage nach Versicherungsprodukten in ärmeren Ländern Rechnung.

Der ISF hat das Ziel das Angebot innovativer und nachhaltiger Ansätze für Klimarisikoversicherungen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern. Diese Produkte sollen die Widerstandsfähigkeit von Haushalten, kleinen und mittleren Unternehmen und Regierungen gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels und Naturkatastrophen stärken. Der ISF bietet hierfür Unterstützung auf drei Ebenen: Er führt umfassende Analysen zu Klimarisiken durch, die eine wichtige Entscheidungsbasis für Maßnahmen im Bereich Klimaanpassung und Risikomanagement liefern. Er finanziert die Entwicklung von neuen Konzepten und Produkten für Versicherungslösungen gegen Klimarisiken, die vor allem arme Bevölkerungsgruppen absichern sollen. Und er unterstützt die Markteinführung solcher Produkte.

Mehrere Hundert Anträge erhalten

Seit seiner Gründung hat der ISF bereits fünf Produktwettbewerbe ausgeschrieben, die auf weltweites Interesse stießen. Unter den Bewerbern fanden sich Unternehmen und Organisationen aus dem privaten und öffentlichen Sektor sowie der Zivilgesellschaft. Bis heute hat der Fonds über 200 Anträge auf Ko-finanzierung erhalten.

Der ISF ist außerdem ein zentraler Teil der InsuResilience Global Partnership, die auf den G7-Gipfel 2015 in Deutschland zurückgeht. Diese globale Partnerschaft hat sich vorgenommen, Klima- und Katastrophenrisiken durch angemessene Finanzierungs- und Versicherungslösungen abzusichern. Bis 2025 möchte sie dazu beitragen, zusätzlich 500 Millionen Menschen auf diese Weise gegen extreme Wetterereignisse zu schützen.

Wegen Corona noch wichtiger

Angesichts von COVID19 sind Versicherungslösungen wichtiger denn je, um zusätzliche Belastungen durch Naturkatastrophen abzufedern. Die globale Partnerschaft möchte daher mit 80 Ländern jeweils umfassende Strategien zur Finanzierung von Katastrophenrisiken und Versicherungen entwickeln und diese stärker in nationale Politiken integrieren. Auch dazu soll nun die neue Phase des ISF beitragen.

Versicherungen gelten als gutes und anerkanntes Mittel, um die zunehmenden Klimarisiken besser zu bewältigen, gerade auch für ärmere Länder. UN-Generalsekretär António Guterres forderte deshalb erst kürzlich wieder, solche Lösungen auszubauen und Entwicklungsfinanzierung systematischer mit Klimarisikofinanzierung und -versicherung zu verknüpfen. Mit den zusätzlichen Mitteln kann der ISF einen Beitrag genau in diesem Sinne leisten.

Hohe entwicklungspolitische Relevanz

Der Präsident der Frankfurt School, Professor Dr. Nils Stieglitz, bescheinigt Klimafinanzierungen und -versicherungen eine „hohe entwicklungspolitische Relevanz“ als Mittel zur Anpassung an den Klimawandel und als Katastrophenvorsorge. „Der InsuResilience Solutions Fund“, sagte er anlässlich der Unterzeichnung, „leistet wichtige Implementierungsarbeit auf diesem Gebiet und verbindet dabei sowohl die Interessen des privaten als auch des öffentlichen Sektors.“

Dr. Frank Weiler von der KfW bekräftigte ebenfalls den Nutzen von Versicherungslösungen: „Die Folgen des Klimawandels sind immer deutlicher spürbar. Deshalb sind innovative Lösungen zu deren Abmilderung, wie sie der ISF erarbeitet, gerade für arme Länder besonders wichtig.“

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