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Meldung vom 16.06.2021 / KfW Entwicklungsbank

Ostafrika: Routineimpfungen von Kindern vorantreiben

KfW fördert den Schutz vor Durchfallerkrankungen und Masern und Pneumokokken

Eine Frau mit ihrem Kind auf dem Schoß und einem Pflaster auf der Schulter
Trotz Corona müssen möglichst viele Menschen auch weiterhin gegen andere gefährliche Infektionskrankheiten geimpft werden.

Die Impfungen gegen COVID–19 stehen derzeit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, doch darüber darf der Schutz vor anderen Krankheiten nicht in Vergessenheit geraten. Die KfW fördert im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit der Impfallianz GAVI Routineimpfungen von Kindern in der Ostafrikanischen Staatengemeinschaft (OAS). Seit Beginn der Zusammenarbeit konnten schon 120 Millionen Impfstoffdosen bereitgestellt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Kinderhilfswerk UNICEF haben bereits davor gewarnt, dass die Zahl der Impfungen von Kindern alarmierend zurückgegangen ist. In Ostafrika ist die Kindersterblichkeit trotz deutlicher Fortschritte immer noch sehr hoch. 2017 lag sie bei 57,35 Promille. Etwa die Hälfte der Kindestode sind auf ansteckende Krankheiten zurückzuführen, die durch eine Impfung vermeidbar gewesen wären. Neben Durchfall- sind dies vor allem Atemwegserkrankungen und Masern.

Schutz bieten Impfungen etwa gegen Pneumokokken, und Mehrfachimpfstoffe, die über eine einfache Anwendung gleich mehreren fatalen Erkrankungen wie Diphterie, Tetanus, Keuchhusten oder Hepatitis B vorbeugen. Sie bilden ein besonders effizientes Mittel, möglichst breite Bevölkerungskreise nachhaltig zu erreichen und die Verbreitung der Krankheitserreger einzudämmen. Auch gegen das Rotavirus, das schwere Durchfälle hervorrufen kann, gibt es einen verlässlichen Schutz. Alle diese Impfungen sind hochwirksam und gut verträglich – was umso mehr dafür spricht, sie auch in der aktuellen COVID-19-Pandemie nicht zu vernachlässigen.

Deshalb unterstützt die KfW mit 25 Mio. EUR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die GAVI Impfallianz dabei, Kinder in der Ostafrikanischen Staatengemeinschaft wirksam vor diesen ansteckenden Krankheiten zu schützen. Die KfW-Mittel finanzieren anteilig die Beschaffung der Impfstoffe, Verbrauchsmaterialien, Transport und Versicherung. Dies ist bereits eine Folgefinanzierung, denn die KfW unterstützt die ostafrikanischen Partnerländer schon seit 2013: insgesamt 290 Millionen EUR wurden seither für die Impfprogramm-Förderung bereitgestellt, damit konnten u.a. 120 Millionen Impfstoffdosen für Kinder und Säuglinge beschafft werden.

Gerade die arme Bevölkerung profitiert in hohem Maße von der Impfkampagne, da sie meist schlechteren Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen hat. Etwa die Hälfte der Menschen in der Ostafrikanischen Staatengemeinschaft lebt unterhalb der Armutsgrenze. Auch Flüchtlinge etwa aus Burundi, die in Ruanda und Tansania leben, werden gezielt in die Kampagne eingeschlossen, damit gefährliche Erkrankungen über die Migration nicht Vorschub erhalten.

Darüber hinaus fördert die KfW ebenfalls im Auftrag des BMZ mit 14 Mio. EUR ein regionales Ausbildungs- und Exzellenzzentrum für Gesundheits- und Impflogistik bei der University of Ruanda. Die Trainings- und Weiterbildungsangebote des Zentrums verbessern die Versorgung in der gesamten Region. In den Zeiten der Pandemie ist eine Stärkung des Gesundheitssystems besonders wichtig – doch auch danach wird die Gesundheitsförderung für die Stärkung vulnerabler Bevölkerungsgruppen wesentlich bleiben.

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