Energie und Umwelt

Von der Strasse auf die Schiene

offener, mit Kisten und einem Container beladener Gütterwaggon

Kosteneffizient und umweltfreundlich: Gütertransport per Bahn. Quelle: Kurt Rieckhoff 

Wirtschaftliche Entwicklung bedeutet Arbeitsteilung und Handel durch Transport. Das führt zu höherem Energieverbrauch - und zu mehr Schadstoffemissionen, die zum Klimawandel beitragen. In den dynamischen Entwicklungsländern, besonders in Asien, ist der Transportsektor mit Straße und Flugzeug der am schnellsten wachsende Energieverbraucher und Verursacher von Kohlendioxidemissionen. Umweltfreundliche Verkehrsalternativen wie Bahn oder ein öffentlicher Personennahverkehr fehlen aber oft gerade dort oder sind unterentwickelt und wenig attraktiv für die Nutzer. Die KfW Entwicklungsbank legt großen Wert darauf, dass bei ihren Projekten Energie effizient genutzt wird und umweltschonende Verkehrsmittel zum Einsatz kommen.

Ein Ziel ist, möglichst viel Güterverkehr von der Straße auf Schiff und Schiene zu verlagern. Der Weg übers Wasser ist die umweltfreundlichste Art des Warentransports. Güterzüge sind in dieser Hinsicht Lastwagen ebenfalls weit überlegen. Aber auch Projekte zur Verbesserung des Straßennetzes können einen positiven Effekt auf die Energiebilanz haben. Zum Beispiel, wenn durch Straßenunterhaltungsfonds eine dauerhafte Instandhaltung der Verkehrswege gesichert wird. Denn auf guten Straßen fließt der Verkehr besser, und der Treibstoffverbrauch sinkt.

In städtischen Ballungsgebieten, wo durch steigende Fahrzeugzahlen die Umweltbelastung deutlich zunimmt, spielt der öffentliche Personennahverkehr eine wichtige Rolle. Gerade in den rapide wachsenden Megastädten können Stadt- und Regionalbahnnetze dazu beitragen, die Luftverschmutzung zu mindern und den Energieverbrauch zu senken.
Auf politischer Ebene unterstützt die KfW Entwicklungsbank eine sinnvolle Energiepreisgestaltung. In vielen Ländern werden die Treibstoffpreise noch stark subventioniert, statt sie als umweltpolitisches Steuerinstrument einzusetzen. Angestrebt wird eine Stärkung des Verursacherprinzips, das den Verkehr dort verteuert, wo er Schaden anrichtet.

Stand: Mai 2012