Senegal

Landkartenausschnitt Senegal

Landkartenausschnitt Senegal. Quelle: KfW

Landesinformation:

Stabile Demokratie im Westen Afrikas

Als Abdoulaye Wade 2000 zum Präsidenten Senegals gewählt wurde, fand ein ganz normaler, politischer Wechsel nach 40 Jahren sozialistischer Regentschaft statt. Ohne Gewalt, ein Vorbild für Afrika. Auch sonst ist Senegal politisch stabil. Eine rechtstaatliche Verfassung, eine marktfreundliche Ordnung und demokratische Grundrechte bilden eine gute Basis für die Entwicklung des Landes. Weniger gut sind eine fehlende Opposition im Parlament, unzureichende Transparenz des staatlichen Handelns und ein autokratisch anmutender Regierungsstil des Präsidenten. Doch die Bekämpfung der Armut an der Westküste Afrikas muss weitergehen: Senegal gehört mit einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 1.000 US-Dollar pro Jahr zu den ärmeren Ländern der Erde. mehr


Förderschwerpunkte:

Der Jugend eine Perspektive im eigenen Land geben

Um extremer Armut und Perspektivlosigkeit zu entkommen, unternahmen noch 2006 über 30.000 Senegalesen die heimliche Überfahrt zu den kanarischen Inseln. 6.000 ertranken, und wurden vom Atlantik zurück an den Strand gespült - vor allem junge Leute. Eine humanitäre Katastrophe. Seit 2009 konnte diese lebensgefährliche Auswanderungswelle - insbesondere auch dank einer systematischen Überwachung der senegalesischen Küste - gestoppt werden. mehr


Projekte und Programme:

Hoffnung, dass der Bürgerkrieg zu Ende ist

Im Senegal herrscht seit fast drei Jahrzehnten ein bewaffneter Konflikt, den die Weltöffentlichkeit kaum wahrnimmt. Brennpunkt ist die ressourcenreiche südliche Provinz Casamance - ein Kampf für mehr Autonomie, der mit dem Friedensabkommen vom Dezember 2004 zu Ende gehen sollte. Die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden hat sich bis heute jedoch nicht erfüllt. Die Casamance ist weiterhin Schauplatz bewaffneter Überfälle und erschreckender Armut. mehr