Guinea

Landkartenausschnitt Guinea

Landkartenausschnitt Guinea. Quelle: KfW

Landesinformation:

Viele Schätze liegen brach

Drei schwere Diesellokomotiven schleppen ihre 1.500-Tonnen-Fracht erst durch prächtigen Tropenwald, dann durch triste Vorstädte zum Hafen von Conakry, der Hauptstadt des westafrikanischen Küstenstaats Guinea. Geladen haben sie Bauxit, das wichtigste Exportgut des Landes. Der Personenverkehr ist vor Jahren eingestellt worden. Guinea gehört zu den ärmsten Ländern des Kontinents, obwohl es Bodenschätze, Wasser und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt besitzt. Instabile politische Verhältnisse, Korruption und eine kaum entwickelte Wirtschaft wiegen den natürlichen Reichtum auf. mehr


Förderschwerpunkte:

Zuerst kommen Aufklärung und Bildung

An einer Tankstelle vor Mamou in Zentralguinea tauschen Lastwagenfahrer Neuigkeiten aus dem ganzen Land aus. Die Trucker haben Vieh und Reis geladen. Manche auch eine tödliche Fracht: Auf über sieben Prozent wird der Anteil HIV-/Aids-infizierter Lastwagenfahrer in Guinea geschätzt. Keine andere Berufsgruppe trägt ein höheres Risiko, an der Immunschwäche zu erkranken - und sie bis ins entlegenste Dorf zu transportieren. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) klärt in ihren Programmen zur Aids-Prävention gezielt über solche Infektionswege auf. Ferner steht das Thema Primarschulbildung im Vordergrund. mehr


Projekte und Programme:

Ärzte und Verhütungsmittel sind Mangelware

Um die Gesundheit der guineischen Bevölkerung steht es schlecht. In dem durch politische Unruhen, große Armut, schlechte Infrastruktur und Korruption geprägten westafrikanischen Land ist es außerhalb der Hauptstadt Conakry schwer, einen Arzt oder eine Apotheke zu finden. Ein Arzt kommt auf 10.000 Menschen. Insbesondere Frauen und Kinder unter fünf Jahren leiden unter dem katastrophalen Zustand des Gesundheitssystems. Die Kinder- und Müttersterblichkeit ist erschreckend hoch. Die KfW Entwicklungsbank finanziert im Auftrag der Bundesregierung ein ganzes Bündel von Maßnahmen, um die gesundheitliche Versorgung im Land zu verbessern. mehr