Benin

Landkartenausschnitt Benin

Landkartenausschnitt Benin. Quelle: KfW

Landesinformation:

Der Funke springt über

Eine nackte Glühbirne hängt von der Decke, sie ist der ganze Stolz der Familie, die in einem Vorort von Cotonou, Benins wichtigstem Hafen, wohnt. Nicht einmal jeder dritte Bewohner des westafrikanischen Landes hat elektrisches Licht. Wenn es denn Strom gibt. Benin importiert den größten Teil seiner Energie, gewonnen aus Stauseen in Ghana und Nigeria. Und auch dort ist Energie knapp. Die Wirtschaft leidet noch unter Ausfällen anderer Art: wenig Bodenschätze, schlechte Infrastruktur, Korruption. Dafür ist die politische Lage stabil. Die Regierung setzt auf nachhaltige Reformen. mehr


Förderschwerpunkte:

Mehr Wachstum durch Ressourcenschutz

Wenn auf dem Land in Benin ein Brunnen gebohrt wird, heißt das noch lange nicht, dass alle Dorfbewohner von der neuen Quelle trinken können. Selbst der niedrige Wasserpreis, der mit finanzieller Unterstützung der KfW Entwicklungsbank gebohrten Brunnen ist für die Armen noch teuer. Konzepte müssen her, die den Betrieb der Wassersysteme über genügend hohe Einnahmen finanzieren, zugleich aber das Schwierigste schaffen: Die Ärmsten mit sauberem Wasser zu versorgen. Zum Beispiel durch Pro-Poor- Tarife, die die Wasserwerke mit Hilfe von Betriebswirten kalkulieren. Wasser steht ganz oben auf der Agenda der Zusammenarbeit mit Benin. Die Armut lässt sich damit allein aber nicht bekämpfen: Weitere Schwerpunkte liegen deshalb in der Förderung der Landwirtschaft und des Umweltschutzes sowie in der Stärkung der Kommunen. mehr


Projekte und Programme:

Sauberes Wasser, zum Vorteil auch der Mädchen

Jungen sind in den Schulen Benins oft unter sich. Die meisten Mädchen haben keine Zeit zum Lernen, weil sie zwölf bis 15 Stunden auf den Beinen sind, um Geschwister zu versorgen, Brennholz zu sammeln, Wasser zu holen oder auf den Feldern zu arbeiten. Allein der tägliche Gang zur Wasserstelle kostet leicht drei bis vier Stunden. Die schlechte Wasserqualität wiederum verursacht häufig Magen-Darm-Infektionen. Erkrankt der Familienvater, macht sich das sofort in der Haushaltskasse bemerkbar. Die Abwärtsspirale aus Armut, Krankheit und Verdienstausfall zu stoppen, ist Ziel der Wasserprogramme, an denen sich Deutschland in Benin beteiligt. mehr