Palästinensische Gebiete
Landkartenausschnitt Palästinensische Gebiete. Quelle: KfW Entwicklungsbank
Landesinformation:
Grundbedürfnisse sichern
Fast 40 Jahre Nahostdiplomatie haben keinen Frieden zwischen den Palästinensischen Gebieten (PG) und Israel gebracht. In den PG und dort vor allem im Gazastreifen hat sich die Lage für die Bevölkerung in den letzten Jahren erheblich verschlechtert. Mit der israelischen Militäroperation in Gaza zur Jahreswende 2008/2009 hat sich die Situation erneut verschärft, eine friedliche Zweistaatenlösung scheint in weite Ferne gerückt. Im Auftrag der Bundesregierung setzt sich die KfW Entwicklungsbank in dieser Situation aktiv für die Verbesserung der Lebensbedingungen in den PG ein und unterstützt dabei auch einen sach- und projektbezogenen Dialog zwischen der israelischen und palästinensischen Seite. mehr
Förderschwerpunkte:
Verwaltung und Wirtschaft stärken
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist in den Palästinensischen Gebieten (PG) in den Schwerpunkten Wasser, Abwasser und Abfall, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie Gute Regierungsführung tätig und wird dort als wichtiger Partner der Palästinensischen Autonomiebehörde und anderer internationaler Geber wahrgenommen. Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist es vor allem, die Not leidende Bevölkerung zu unterstützen, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den PG zu fördern und vorhandene Ressourcen nachhaltig zu schützen. Im Rahmen der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung sollen insbesondere unternehmerische Strukturen gestärkt und Arbeitsplätze und Einkommen gesichert werden. Aufgrund der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den PG ist die Umsetzung von Einzelvorhaben allerdings mit erheblichem Aufwand und teilweise beträchtlichen Verzögerungen verbunden. mehr
Projekte und Programme:
Kredite an Unternehmer absichern
Der Konflikt zwischen den Palästinensern und Israel in der Westbank und dem Gazastreifen hat zu erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen für die palästinensische Bevölkerung geführt. So ist der Personen- und Güterverkehr aufgrund andauernder Blockaden und regelmäßig wiederkehrender Grenzschließungen stark eingeschränkt. Mit der Einschränkung wirtschaftlicher Tätigkeit steigt auch die Arbeitslosigkeit in den PG. Etwa 18 Prozent der Palästinenser in der Westbank und rund 39 Prozent in Gaza waren 2009 arbeitslos. Laut UNDP leben inzwischen rund 31 Prozent der Palästinenser in der Westbank und rund 56 Prozent im Gazastreifen unterhalb der Armutsgrenze. Der FZ-finanzierte Kreditgarantiefonds (EPCGF) soll dabei helfen, dem Zerfall marktwirtschaftlicher Strukturen entgegen zu wirken. mehr
Rares Gut Wasser schützen
Seit Ausbruch der zweiten Intifada im Jahr 2000 bis zum Jahr 2009 war die Stadt Nablus und das angrenzende Gebiet - nördlich von Jerusalem - von israelischen Kontrollstellen umringt. Diese dauerhafte Isolierung und der israelisch-palästinensische Konflikt verschlechterten die ohnehin schon desolate wirtschaftliche Situation der Einwohner von Nablus. Unterbeschäftigung, Unterversorgung elementarer Güter und allgemeine Unzufriedenheit der Bevölkerung waren und sind die Folge. Flüchtlingslager in der Stadt ergänzen das Bild. mehr
Jobs und Freude am Lernen
Der langjährige Nahostkonflikt zwischen Palästinensern und Israelis hat spürbare Folgen für die palästinensische Bevölkerung. Vor allem Kinder und Jugendliche leiden unter der anhaltenden Gewalt. Im Unterricht sind sie oft unruhig und können sich kaum konzentrieren. Der Unterrichtsbetrieb konnte in den letzten Jahren jedoch trotz der durch den Konflikt verursachten Beschädigungen von Schulinfrastruktur und der Mobilitätsbeschränkungen aufrecht erhalten werden. Die Schulgebäude sind allerdings häufig beschädigt, veraltet oder stark renovierungsbedürftig, nicht selten wird in Garagen oder ehemaligen Wohnhäusern unterrichtet oder der Unterricht wird in zwei oder gar drei Schichten abgehalten. Besonders betroffen sind Schulen im Gazastreifen: wegen der Blockade darf Baumaterial nicht importiert werden. mehr