Serbien
Landkartenausschnitt Serbien. Quelle: KfW
Landesinformation:
Ein Land im politischen und wirtschaftlichen Wandel
Serbien erlebte in den vergangenen 20 Jahren radikale Umbrüche: In den neunziger Jahren erklärten alle Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawiens bis auf den ehemaligen Kernstaat Serbien und Montenegro ihre Unabhängigkeit. Heftige kriegerische Auseinandersetzungen begleiteten diese Umwälzungen. Der Fall des Milosevic-Regimes im Oktober 2000 machte den Weg frei für einen politischen und wirtschaftlichen Neuanfang in Serbien. 2006 löste sich schließlich auch Montenegro aus dem Staatenbund. mehr
Förderschwerpunkte:
Nachhaltiges Wachstum fördern
Im Jahr 2000 wurde die Finanzielle Zusammenarbeit (FZ) mit Serbien aufgenommen. Seitdem erhielt das Land Zusagen in Höhe von etwa 437 Millionen Euro. Die FZ wird von der KfW Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt. Die Mittel werden in Kooperation mit den serbischen Partnern für die Finanzierung von Projekten eingesetzt. Der größte Teil davon wurde in Form von zinsgünstigen Krediten mit langen Laufzeiten zugesagt. Die KfW Entwicklungsbank hilft aber nicht nur mit Krediten. Sie finanziert auch über Zuschüsse erfahrene Berater, die einheimische Partner aus- und fortbilden und gemeinsam mit ihnen maßgeschneiderte Lösungen für sektorale und institutionelle Engpässe entwickeln. mehr
Projekte und Programme:
Sauberer Strom aus Wasserkraft
Die Drina ist der Grenzfluss zwischen Serbien und Bosnien und Herzegowina. Mit dem Wasser des Flusses kann viel Strom erzeugt werden. Das erkannte man schon 1968, als in der Nähe der serbischen Kleinstadt Bajina Basta das größte Wasserkraftwerk des Landes gebaut wurde. mehr
Damit die Wärme auch ankommt
Warme Wohnungen: Für viele Menschen in Serbien war das - trotz Anschluss an ein Fernwärmenetz - lange Zeit ein ferner Wunsch. Knapp ein Fünftel der 2,4 Millionen Haushalte in Serbien werden mit Fernwärme beheizt. Wärme, die aber selten richtig ankam und außerordentlich aufwändig erzeugt wurde. mehr
Stellung der Kommunen gestärkt
Serbien hat rund 7,5 Millionen Einwohner, die in 165 Kommunen leben. Das 2002 verabschiedete Selbstverwaltungsgesetz ("Law on Local Self Government") definiert die Aufgaben der Kommunen, die für die Stadtplanung sowie für die lokale Infrastruktur und Versorgungsbetriebe (zum Beispiel lokale Straßen, Wasser, Abwasser, Abfall, Fernwärme, Schulen, Sport- und Kultureinrichtungen) zuständig sind. Der Bedarf für Infrastrukturinvestitionen in Serbien ist enorm. mehr
Trinkwasser für 730.000 Menschen
Im Auftrag der Bundesregierung unterstützt die KfW Entwicklungsbank sieben serbische Mittelstädte mit insgesamt 730.000 Einwohnern, ihre Bevölkerung langfristig mit sauberem Trinkwasser zu versorgen (Sombor, Pancevo, Vrsac, Sabac, Loznica, Smederevo und Kraljevo). Damit erreicht das Programm rund zehn Prozent der serbischen Bevölkerung. mehr