Philippinen
Landkartenausschnitt Philippinen. Quelle: KfW
Landesinformation:
Wachstum und Krise im "auserwählten Land"
"Lupang Hinirang", auserwähltes Land, nennen sich die Philippinen. Seine 7.107 Inseln, davon 860 bewohnt, formen den nach Indonesien größten Inselstaat der Erde. Das wirtschaftliche Wachstum lag 2011 bei 3,7 Prozent, was nicht reicht, um die großen Einkommensdisparitäten wirksam zu verringern. Präsident Benigno Aquino steht deswegen für mehr soziale Gerechtigkeit ein und hat der Korruption den Kampf angesagt. mehr
Förderschwerpunkte:
Konflikte lösen, lokale Kompetenz stärken
Die Philippinen sind seit 1961 Partner Deutschlands in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Seitdem wurden aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) etwa 560 Millionen Euro für die Finanzielle Zusammenarbeit bereitgestellt. Schwerpunkte sind seit Oktober 2007 Krisenvermeidung, Konfliktbearbeitung und Armutsbekämpfung in Mindanao und den Visayas. Die südphilippinische Region ist Ziel einer umfassenden Entwicklungsstrategie, die dem vielschichtigen Konflikt insbesondere in Mindanao mit Mitteln der EZ begegnen soll. Außerdem stehen die Stärkung der Kommunen, die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, der Gesundheitssektor und der Umweltschutz im Fokus der deutschen Finanziellen Zusammenarbeit. mehr
Projekte und Programme:
Fortschritte und Entspannung für Mindanao
Kredite für Infrastrukturprojekte der Kommunen sollen deren wirtschaftliche Entwicklung beschleunigen und breitenwirksam sozialen Fortschritt einleiten. So können sie indirekt zur politischen Entspannung beitragen. Dies ist vor allem für Mindanao wichtig, wo die Armut besonders groß ist und wo Terrorgruppen Rückzugsgebiete finden. Unmittelbare Zielgruppe eines aktuellen Programms zur Konfliktvermeidung und Kommunalförderung sind deshalb Gemeinden der Insel Mindanao. Die Investitionen schaffen Arbeit und Einkommen. So kann die lokale Bevölkerung unmittelbar profitieren, die Armut wird spürbar gelindert. mehr
Ökosysteme erhalten, Armut bekämpfen
Es könnte ein tropisches Paradies sein. Einige der letzten ihrer Art leben hier, wie der Korallenschnabel-Hornvogel. Selbst neue Arten werden noch immer entdeckt, zuletzt der Panay-Waran und die Dolchstichtaube. Doch Entwaldung, Wilderei und ungeregelte Landnutzung bedrohen die einmaligen Ökosysteme der Visayas-Inseln Panay und Negros und damit über kurz oder lang auch die Lebensgrundlage der Menschen. Hier setzt die KfW mit ihrem Projekt "Kommunale Waldbewirtschaftung" an. Ziel: Die Wälder und Mangroven bleiben unter Mithilfe ihrer Nutzer nachhaltig erhalten. Gleichzeitig verbessern sich Einkommen und Lebensbedingungen der Menschen. Im Erfolgsfall dient das Pilotvorhaben als Modell für andere Regionen. mehr