Laos
Landkartenausschnitt Laos. Quelle: KfW
Landesinformation:
Zäher Wandel im Land der eine Millionen Elefanten
In Laos ticken die Uhren langsamer als bei den dynamischeren Nachbarn. Im Vergleich mit Vietnam, China oder Thailand ist Laos wirtschaftlich weniger erfolgreich. Der Anteil der Armen - es sind 34 Prozent der 6,3 Millionen Einwohner - ist im "Land der eine Million Elefanten" am höchsten, das Durchschnittseinkommen mit nur 1.050 US-Dollar im Jahr trotz eines beachtlichen Wirtschaftswachstums in den letzten zehn Jahren noch niedrig. Bergbau, Straßenbau und Tourismus bescheren Laos auf seinem Weg zur Marktwirtschaft kontinuierliches Wachstum, seine Regierung gibt sich reformbereit. Doch Korruption, Bürokratie und der Raubbau an der Natur gefährden die Erfolge. Weite Regionen sind noch immer schwer zugänglich, und die mangelnde Verkehrsinfrastruktur ist nach wie vor einer der zentralen Engpässe für die wirtschaftliche Entwicklung, aber auch für die nationale und regionale Integration. mehr
Förderschwerpunkte:
Auf neuen Wegen in eine bessere Zukunft
Als eines der ärmsten Länder der Welt bleibt Laos auf Mittel aus der Entwicklungszusammenarbeit angewiesen. Seit dem Neubeginn der deutsch-laotischen Partnerschaft 1991 wurden dem Land für seine Reformen und den Aufbau rund 107 Millionen Euro für die Finanzielle Zusammenarbeit (FZ) aus dem Haushalt der Bundesregierung zugesagt. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) verfolgt eine Politik "aus einem Guss", in der alle Vorhaben eng verzahnt sind. Ziel aller Bemühungen ist, dass die Armut abnimmt. Die Programme "Ländliche Entwicklung" und "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung" sollen diesem Ziel dienen. Das Engagement der Finanziellen Zusammenarbeit umfasst den Bau von Landstraßen, die Förderung der beruflichen Bildung und seit kurzem die Aufforstung und nachhaltige Nutzung von Regenwäldern im Zuge von REDD (Reducing Emission from Deforestation and Degradation) sowie die Finanzsystementwicklung. Das Programm kann umschrieben werden mit den Stichworten "Isolation beenden" und Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen. mehr
Projekte und Programme:
Straßen und Märkte für Wohlstand
Schotter- und Erdstraßen sind in einem sehr schlechten Zustand. Brücken über die in der Regenzeit teils reißenden Flüsse sind nicht vorhanden oder unpassierbar. Nur der kleinste Teil der Straßen ist asphaltiert. So können die Dörfler ihre wirtschaftlichen Potenziale in der Landwirtschaft oder im Kleingewerbe nicht nutzen. Sie bleiben auf ihren Produkten sitzen. Sie bleiben arm. Schulen, Gesundheitsdienste und andere öffentliche Einrichtungen können sie allzu häufig gar nicht oder nur mit großem Aufwand erreichen. Die KfW Entwicklungsbank setzt ihr seit vielen Jahren bestehendes Programm für den Ausbau der Straßen in Laos fort und finanziert in einem weiteren Schritt den Ausbau von 200 Kilometern wichtiger Landstraßen und lokaler Märkte in den Provinzen Sayaburi und Attapeu. Für mehrere zehntausend Menschen, die im Einzugsgebiet der Straßen leben, bedeuten sie eine enorme Verbesserung der Lebensqualität. mehr
Hebel zur Armutsbekämpfung
Phongsali gehört zu den bislang sechs Standorten in Laos, die mit Mitteln der deutschen FZ in die Lage versetzt wurden, jungen Menschen eine Berufsausbildung zukommen zu lassen. Denn von den rund sechs Millionen Laoten verfügt kaum jemand über eine qualifizierte berufliche Bildung und nicht einmal jedem zehnten Schulabgänger bietet sich solch eine Chance. Nach dem Abschluss der Primarschule am Ende der 8. Klasse oder der Sekundarstufe nach Klasse 11 stehen die meisten jungen Menschen ohne spezifische Berufskenntnisse vor einer ungewissen Zukunft. Der Mangel an Fachkräften schränkt jedoch das beachtliche Entwicklungspotenzial von Laos ein. mehr
Klimarelevantes Ressourcenmanagement
Die verbliebenen Naturwälder von Laos verfügen über eine einzigartige Artenvielfalt und sind reich an natürlichen Ressourcen - ein hohes Potential für die Entwicklung des Tourismus, jedoch sind die Naturwälder von Laos weitgehend ungeschützt und unterliegen damit fortdauernder Ausbeutung und Degradierung. mehr