Afghanistan

Landkartenausschnitt Afghanistan

Landkartenausschnitt Afghanistan. Quelle: KfW

Landesinformation:

Wiederaufbau steht im Vordergrund 

Kriegerische Konflikte haben in Afghanistan große Zerstörungen angerichtet. Seit dem Sturz der Talibanregierung 2001 gibt es in vielen Lebensbereichen sichtbare und für die Menschen spürbare Verbesserungen. Dennoch zählt Afghanistan weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt und ist durch Unterentwicklung und politische Instabilität gekennzeichnet. Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren zusehends verschlechtert und beeinträchtigt die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die KfW Entwicklungsbank unterstützt im Auftrag der Bundesregierung den zivilen Wiederaufbau, um Perspektiven für eine friedliche Zukunft Afghanistans zu schaffen. mehr


Förderschwerpunkte:

Bessere Grundversorgung der Bevölkerung

Die deutsche bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Afghanistan konzentriert sich seit Anfang 2002 auf die Förderung rasch wirksamer und sichtbarer Wiederaufbauprojekte. Damit soll die politische, rechtsstaatliche, soziale und wirtschaftliche Situation verbessert und stabilisiert werden. Dabei hat die deutsche Seite die Schwerpunkte Energieversorgung/erneuerbare Energien, städtische Wasserversorgung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Grundbildung und gute Regierungsführung im Blick. mehr


Projekte und Programme:

Kleine Unternehmen fördern

Nach dem lange währenden Bürgerkrieg und der darauf folgenden Herrschaft des Taliban-Regimes waren kaum noch formale Wirtschaftsstrukturen in Afghanistan vorhanden. Das trifft besonders auf den Finanzsektor zu. Weil dieser Bereich jedoch wichtig für die Wirtschaft und die dringend notwendigen Investitionen durch Unternehmen ist, unterstützt die KfW den Auf- und Ausbau einer Mikrokreditbank. Diese versorgt besonders Kleinst- und Kleinunternehmen mit Kapital. Bisher wurden über 35.000 Mikrokredite gewährt. Dadurch entsteht Beschäftigung und somit auch Einkommen für die afghanische Bevölkerung. mehr

Menschen mit Trinkwasser versorgen

In Afghanistan sind die Folgen vergangener Kriege nach wie vor spürbar. Nicht immer sind es ausgebombte Häuser, extrem holprige Straßen oder unterbrochene Stromleitungen, die an die schweren Kämpfe im Lande erinnern. Vielmehr sind es die ganz einfachen Dinge, die den Alltag genauso beeinträchtigen wie die sichtbaren Kriegsschäden. Fehlender Zugang zu Wasser zum Beispiel. Neue Systeme zur Trinkwasserversorgung sind nötig. Sie einzuführen und nachhaltig zu sichern ist nicht nur eine technische Frage, sondern verlangt außer Zeit auch interkulturelles Feingefühl, Geduld und Stehvermögen. Denn die Sicherheitslage ist nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch im Norden des Landes, wo die KfW Entwicklungsbank die Trinkwasserversorgung verbessern will, mitunter heikel. mehr