IKLU - Initiative des BMZ

Milliarden-Paket für Klima und Umwelt

Windkraftanlagen auf einem Feld in Costa Rica

Windkraft - auch für viele Entwicklungsländer geeignet. Quelle: KfW-Bildarchiv / Bernhard Schurian

Der internationale Klima- und Umweltschutz hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Aufgrund des anerkannten deutschen Know-hows auf diesem Gebiet sowie wettbewerbsfähiger Technologien und geeigneter Finanzierungsinstrumente ist es erklärtes Ziel der Bundesregierung, auch in der Entwicklungszusammenarbeit einen sichtbaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn einerseits haben manche Länder ein erhebliches Potenzial, um Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden. Andererseits sind sie von den negativen Folgen des Klimawandels besonders stark getroffen und müssen deshalb rechtzeitig Vorkehrungen treffen, um sich der neuen Lage anpassen.

Besonders die Schwellenländer haben wegen ihrer dynamischen Volkswirtschaften einen großen Bedarf an Energie und Maßnahmen zum Schutz des Klimas. Ihr andauerndes Wirtschaftswachstum führt zu einem deutlichen Anstieg der umwelt- und klimaschädlichen Emissionen. Andererseits gilt es, arme Entwicklungsländer vor den möglichen Auswirkungen des Klimawandels zu schützen sowie der Verschärfung von internationalen Verteilungskämpfen und Konflikten zu begegnen.

Zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse

Die bisherigen Erfahrungen der KfW Entwicklungsbank haben gezeigt, dass Partnerländer bereit sind, in Klimaschutz zu investieren, wenn sie dafür die nötigen Mittel erhalten. Die Resonanz auf die "Sonderfazilität für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (4-E)", die es seit 2005 gibt, war so groß, dass die Zielmarke von 500 Millionen Euro, die ursprünglich für das Jahr fünf geplant war, bereits nach drei Jahren erreicht wurde. Die Sonderfazilität wird nun unter dem Dach von "IKLU"- der  "Initiative für Klima und Umweltschutz" - weitergeführt.

Die KfW Entwicklungsbank hat "IKLU" gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen. Die Initiative fördert klima- und umweltrelevante Investitionen in Entwicklungsländern über zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse. Die KfW kann dabei auf ihre langjährige Erfahrung als Förderer und Finanzier von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland, aber auch im Ausland zurückgreifen.

Förderbereiche von IKLU

  • Erneuerbare Energien: Investitionen in den Ausbau von erneuerbaren Energien, z.B. Windkraft, Biomasse, Sonnenenergie, Geothermie und Wasserkraft.
  • Energieeffizienz: Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz, z.B. bei der Energieerzeugung, bei der Energieübertragung und -verteilung oder beim rationellen Einsatz von Energie in Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten.
  • Industrieller Umweltschutz: Investitionen in den Umweltschutz bei kleinen und mittleren Unternehmen und in Industriezonen.
  • Energiesparende Mobilität: Investitionen in energieeffiziente Transportsysteme, z.B. Schienen- und Busverkehr.
  • Anpassung an den Klimawandel: Investitionen in Stadtentwässerung, integriertes Wasserressourcenmanagement und Hochwasserschutz, klimaresistente Infrastruktur sowie Umstellung der Land- und Forstwirtschaft.
  • Ökologische Entwicklung von Ballungsräumen: Investitionen in umweltschonende Abwasser- und Müllentsorgung sowie zur umweltverträglichen Stadtgestaltung und Industrieansiedlung.

Weiterführende Informationen

Stand: Juli 2011