Konferenz Wasser und Evaluierung

Grosse Fortschritte beim Messen von Wirkungen 

Im Konferenzraum der KfW in Berlin findet ein Treffen der frührenden Personen der Evaluierung statt.

Führende Personen der Evaluierung aus 26 bi- und multilateralen Institutionen trafen sich in der KfW in Berlin. Quelle: KfW

"Water and Development - Taking Lessons from Evaluations" lautete der Titel einer internationalen Konferenz, die Anfang September 2010 in Berlin stattfand. Das Treffen wurde von der unabhängigen Evaluierungsabteilung der KfW Entwicklungsbank gemeinsam mit der "Independent Evaluation Group" der Weltbank organisiert.

Führende Personen der Evaluierung aus 26 bi- und multilateralen Institutionen führten einen offenen Dialog darüber, was wir über Wirkungen im Wasser- und Abwassersektor wissen, wo Nachhol- und Koordinationsbedarf hinsichtlich Evaluierungen besteht und wie Evaluierungsergebnisse institutionelles Lernen bestmöglich fördern können.

Redner waren unter anderem KfW Vorstandsmitglied Norbert Kloppenburg sowie Vinod Thomas, Director General der Independent Evaluation Group der Weltbankgruppe. Die Teilnehmer waren sich einig, dass Klimaveränderungen und zunehmende Wasserknappheit zu den größten Herausforderungen der Zukunft zählen. Gleichzeitig haben Wasser- und Abwasservorhaben damit zu kämpfen, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser sowie die Entsorgung von Abwasser in unseren Partnerländer nicht zu den Prioritäten der Politik gehört. 

Übereinstimmung in den Ergebnissen von Evaluierungen

Die Beiträge der Konferenzteilnehmer haben gezeigt, dass bei der Messung von Wirkungen große Fortschritte erzielt worden sind, auch wenn die Ergebnisse - etwa die Verbesserung des Gesundheitszustands der Bevölkerung durch modernisierte Trinkwasserversorgung - nicht immer zufrieden stellen, etwa weil die unhygienische Lagerungen von Wasser die Wirkungen der sauberen Quelle zunichte machen kann. Warum einige Projekte misslingen und welche Ursachen für das Scheitern verantwortlich sind, darüber bestehen in den Evaluierungsergebnissen verschiedener Institutionen große Übereinstimmungen. 

Bedauerlicherweise begegnet man hier häufig "alten Freunden", wie etwa Mängeln in der Kostendeckung, ohne dass dies in der Vergangenheit strategische Konsequenzen gezeigt hätte. Folgerichtig wurde in der Abschlussdiskussion - moderiert von Michaela Zintl, Leiterin des für Evaluierung zuständigen Referats im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) - darüber diskutiert, wie die Kommunikation von Evaluierungsergebnissen nach innen und außen verbessert und die strategische sowie operative Umsetzung von Empfehlungen gefördert werden könnten.

Konkret wurde zur Verbesserung von Kommunikation und Umsetzung angeregt, gleichartige Evaluierungsergebnisse verschiedener Institutionen zu bündeln und die Kommunikationsformen auf die jeweiligen Adressaten (Politik, operativer Bereich, Partner) abzustimmen. Workshops zur Verbreitung und Diskussion von Evaluierungsergebnissen in Partnerländern sowie die stärkere Auseinandersetzung mit Erfolgsfaktoren (What works?) anstelle der Konzentration auf Mängel (What does not work?) wurden ebenfalls empfohlen.

Geeignetes Forum für den Erfahrungsaustausch

Insgesamt bildete die Konferenz ein geeignetes Forum, um Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen zu stärken - ein Trend, der künftig noch vertieft werden soll. Die Ergebnisse der Konferenz werden an die "European Evaluation Society" weiter getragen, die zum nächsten Mal im Oktober in Prag tagt.

Weitere Informationen zur Konferenz, wie Präsentationen von Teilnehmern, sind unter "Weiterführende Informationen" in englischer Sprache zu finden.


Weiterführende Informationen

Stand: Mai 2012